Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Juhiar (von links), Siam, Wolfgang Langrehr und Annette Spremberg freuen sich im Garten an der Pfeifengrasstraße, dass der Salat nach den vielen Regengüssen der vergangen Tage keinen Schaden genommen hat. (Foto: G. Gosewisch)

Jedermann-Garten entfaltet seine Pracht

Kaltenweide (gg). Das Grün der Salatblätter strahlt an diesem klaren Frühlingstag in der Sonne, als wären LED-Lichter darin eingebaut. Lauchzwiebeln strecken sich senkrecht gen Himmel. Radieschen, Kräuter oder Kohl – das Gemüse steht im Jedermann-Garten an der Pfeifengrasstraße prächtig im Boden. Es ist ein schönes Fleckchen Erde. Jahrhunderte alte Eichen stehen auf Sichtweite entfernt, es gibt einen aufgeschütteten Erdwall, der vor dem Beton, dem Asphalt und den Mülltonnen des Neubaugebiets zu schützen scheint. Wolfgang Langrehr steht mittendrin und zieht die Hacke durch die Erde, damit es den jungen Gemüsepflanzen gut geht. Wasser, Licht und Nährstoffe sollen nur ihnen gehören, nicht dem Unkraut. Im vergangenen Jahr hat sich Wolfgang Langrehr gemeinsam mit dem Verein „Bürger für Kaltenweide“ (BfK) darum gemüht, das Land von der Stadt zu pachten. Es wurden Fördermittel beantragt und eingeworben, um mit der Bewirtschaftung des Gartens ein Arbeits- und Kulturprojekt zu realisieren. Das Miteinander der Anlieger unterschiedlicher Herkunft soll gefördert werden, und schon nach wenigen Wochen nach dem ersten Spatenstich ist es gelungen. Anlieger treffen sich zur Gartenarbeit, klönen dabei miteinander. „Inzwischen sind wir auch soweit, verlässliche Arbeitszeiten zu haben“, ergänzt Wolfgang Langrehr zur Absprache mit dem BfK. Schmunzelnd fügt er hinzu: „Es ist eine Menge zu tun. Jeder kann mitmachen.“