Mitmachen ist Programm

Für die Demokratie aktiv sein wollen Insa Becker-Wook (von links), Caroline von Blanckenbrug, Andrea Hesse, Erika Arbeiter, Susanne Wöbbekind, Maximilian Voigt und Falk Wook. (Foto: G. Gosewisch)

Initiative „Offene Gesellschaft“ plant Aktionen

Langenhagen (gg). „Wir wollen die Stimme und das Gesicht für die Mehrheit der Gesellschaft sein.“ Unter diesem Motto haben bürgerschaftlich engagierte Langenhagener ein Thesenpapier formuliert, das zu Gesprächen anregen soll. Gelegenheit dazu ist beim regelmäßigen Treffen der Gruppe „Offene Gesellschaft“ im Gemeindehaus der Elisabethkirche gegeben – immer am letzten Freitag im Monat um 16 Uhr am Kirchplatz an der Walsroder Straße. Die Gruppe stellt sich gegen eine Politik, die „mit der Angst der Menschen spielt, um Fremdenfeindlichkeit zu kaschieren“. Die offene Gesellschaft, die sich der Wertschätzung für Mitmenschen und dem Integrationswillen verbunden fühlt, gelte es zu bewahren. Ziel ist es, die Demokratie zu stärken. Skandale um Konzerne und Banken, Steuerflucht von Vermögenden, soziale Ungerechtigkeit im Einkommen der Menschen seien Missstände in Deutschland, die nicht einfach hinzunehmen seien. Die Gruppe bezieht Stellung gegen Nationalismus und autoritäres Regieren in Europa. „Gemeinsam gewinnen wir Stärke vor Ort“, erklärt Andrea Hesse, die zusammen mit Erika Arbeiter, Insa Becker-Wook. Caroline von Blanckenburg, Renate Siebler, Susanne Wöbbekind das Thesenpapier namentlich unterzeichnet hat. Sie betonten ihr privates Engagement, das die Runde machen soll unter den Mitmenschen. Begonnen habe dieses in den Kirchengemeinden. Die Neujahrsansprache von Roger Cericius, Sozialwissenschaftler und Kulturschaffender, auf der Laienkanzel in der Godshorner Kirche habe er einen wichtigen Impuls gegeben. Annika Kruse, Diakonin in der Emmaus-Gemeinde, habe die Idee gehabt, eine gemeinsame Haltung zu finden und zu formulieren. Die bundesweite Initiative „Offene Gesellschaft“ sei eine gute Quelle für die hiesige Initiative gewesen. „Es kommen Vertreter aller Bereiche, aus Kirche, Politik, Polizei, Verwaltung oder Wirtschaft zu den Gesprächen zusammen. Ob Ruheständler oder Student, jeder ist willkommen mit seiner Meinung“, sagt Falk Wook, Pastor in der Godshorner Gemeinde Zum Guten Hirten, zur neuen Initiative, die auch mit Aktionen auf sich aufmerksam machen wird. Wer Ideen dazu hat, kann sich per E-Mail denkwerkstatt-offene-gesesellschaft@web.de melden.