Mittendrin statt nur dabei

Der Zirkus Hermine schickte seine Zwerge auf die Bühne im Martins-Haus. (Foto: D. Lange)
 
Gemeinsames Singen prägte den Neujahrsempfang der Elisabeth-Gemeinde. (Foto: D. Lange)

Neujahrsempfang der Elisabeth-Gemeinde im Martins-Haus

Langenhagen (dl). Sich treffen, in das Gespräch kommen und sich austauschen. So in etwa lautete das einfache Motto des Neujahrsempfangs im gut gefüllten Martins-Haus der Elisabeth-Gemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst waren wie immer Nachbarn zu einem kleinen Empfang eingeladen, Vertreter von Wirtschaft und Politik, von Vereinen und Verbänden und aus dem Kirchenkreis. Neben dem bei solchen Anlässen obligatorischen Jahresrückblick weist in musikalischer Hinsicht ein Blick in die Zukunft der Kirchengemeinde auf zwei bedeutsame Jubiläen hin: Der Chor der Kantorei wird in diesem Jahr 70 und die Eliza-Singers feiern ihren 50. Geburtstag. „Dabei sehen sie doch noch garnicht so alt aus“, konnte sich Pastor Torsten Kröncke in seiner überaus unterhaltsamen Begrüßung nicht verkneifen, zu erwähnen. Er ließ darin das Jahr 2017 noch einmal kurz Revue passieren. Erfreut konnte er die Fast-Fertigstellung der Bauarbeiten an der Elisabeth-Kirche verkünden: „Die Kirche ist bis auf eine kleine Ausnahme bereits wieder gerüstfrei. Alles zusammen haben die Baumaßnahmen dann etwa eine Million Euro verschlungen“. Darüber hinaus steht im März die Wahl der Kirchenvorstände an und wenn die erforderliche Baugenehmigung endlich unter Dach und Fach sei, auch der Ausbau der Elisabeth-Kita. Neben einer Vergrößerung der Gruppenräume und einer neuen Küche steht die Erweiterung der Kita durch eine Krippe mit 15 zusätzlichen Plätzen auf dem Plan. „Nicht wahr“, sagte Torsten Kröncke, an seine Frau, Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, gewandt, „das wird eine schöne Zeit, wenn morgens um sieben die LKW an unserem Schlafzimmerfenster vorbeiziehen“. Auch auf dem Friedhof habe sich einiges getan, so der Pastor. Im letzten Jahr hatte sich die Gemeinde ihren lang ersehnten Wunsch in Form einer neuen Bestuhlung für die Friedhofskapelle erfüllen können, demnächst folgt quasi Teil zwei des Wunsches, die neue Orgel, die dort in Kürze zu hören sein wird. Überhaupt zeigt sich immer wieder, welch hohen Stellenwert die Kirchenmusik in der Gemeinde hat. Festzumachen ist das nicht nur an der Finanzierung der halben Stelle des Kantors Arne Hallmann durch den Kirchenkreis oder an den vielen Konzerten in der Elisabethkirche, insbesondere während des Weihnachtsmarktes, sondern auch an einer beeindruckenden Darbietung der beiden Chöre im Rahmen des Neujahrsempfangs. Nicht etwa auf der Bühne, sondern locker im Raum verteilt, inmitten der Gäste, sangen die Damen und Herren der beiden Chöre unter Arne Hallmanns Leitung, achtstimmig zumal, das meditative „Ubi caritas et amor“, zu deutsch: Wo die Liebe wohnt und die Güte. Der Zuhörer war somit, dank eines gleichermaßen unmittelbaren wie außergewöhnlichen Klangerlebnisses buchstäblich „Mittendrin, statt nur dabei“. „Das war auch für uns eine Premiere“, wie Arne Hallmann sichtlich erfreut betonte, „das haben wir in dieser Form noch nicht gemacht“. Das weckt Appetit auf die Jubiläumskonzerte der beiden Chöre. Das der Eliza-Singers findet am 15. September im Theatersaal statt und die Kantorei gibt ihr großes Konzert am 11. November um 17 Uhr in der Elisabethkirche.