Mommsen kündigt Rabatz an

Stadt will Flächen in Godshorn kaufen

Godshorn (ok). Eine neue und eigene Autobahnauffahrt wäre schon eine feine Sache, machte Schulenburgs Ortsbürgermeister in der jüngsten Ortsratssitzung deutlich. Dann könne der Schwerverkehr nach Dortmund reibungslos abfließen. Vor seinen Ratskollegen Jens Mommsen (BBL) der zweite Schrittt vor dem ersten. "Wir kaufen erst einmal die Fläche, dann reden wir über den Bebauungsplan." Und zwar geht es um Grundstücke westlich der Schwabenstraße/Münchner Straße. Dem Antrag Mommsens in der jüngsten Ratssitzung, diese Angelegenheit öffentlich zu behandeln, wurde nicht entsprochen. Die Begründung des Bürgermeisters: "Einer der Verkäufer hat um äußerste Diskretion gebeten." Er betonte, dass die Verhandlungen einen langen Vorlauf hätten. Die Gesamtfläche beläuft sich auf etwa 278.000 Quadratmeter. Für den Gewerbestandort "Westlich Schwabenstraße" in Verlängerung der Münchner Straße sieht laut Integriertem Stadtentwicklungskonzept (ISEK) rund 23,4 Hektar vorgesehen. Und für Willi Minne (SPD) ist klar: Bevor hier mit dem Bau begonnen werde, müsse zunächst einmal die Verkehrsinfrastruktur genau unter die Lupe genommen werden. Für Heinrich Kohne (Grüne) aus Schulenburg ist klar, dass ein breiter Radweg im Armslohweg her muss, genauso wie eine so genannte versenkbare Absperrfunktion. Sonst laufe nichts.
Dirk Musfeldt verdeutlichte, dass die Stadtverwaltung unbedingt eine aktive Bodenpolitik betreiben müsse. Nicht zuletzt wegen der Wertschöpfung sei ein strategisches Flächenmanagement dringend notwendig. Jens Mommsen jedenfalls kann nicht verstehen, dass der "Westen" bei der Entwicklung so ruhig bleibt und kündigte in Sachen Erweiterungsplänen des Flughafens schon einmal jede Menge Rabatz im Norden an.