Monumente in Szene gesetzt

Der französische Künstler Louidgi Beltrame ist am 13. September im Kunstverein anzutreffen.

Ausstellungseröffnung im Kunstverein am 13. September

Langenhagen (gg). Landschaft, Architektur, Literatur und Kunst komplex verweben und dabei neue Entwürfe für die Gegenwart und Zukunft erstellen. Der französische Künstler Louidgi Beltrame ließ sich bisher auf Reisen in Japan, Indien und Südamerika inspirieren und entwickelte unter diesem Arbeitsansatz ein filmisches Archiv.
Er ist fokussiert auf Schauplätze, die Umbrüche verkörpern. Im Mittelpunkt seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland steht sein jüngster Film, der auf deutsch "Auch wir sind Außerirdische" heißt. „In diesem Film verschränkt Louidgi Beltrame zwei Schauplätze miteinander, die durch die Arbeiten des amerikanischen Künstlers Robert Morris verbunden sind. Es handelt sich zum einen um die Nazca-Linien, rund 2.000 Jahre alte Scharrzeichen in der kargen Wüstenlandschaft im Süden Perus. Als zweiter Ort erscheint das in den 1970er Jahren von Robert Morris in der niederländischen Polderlandschaft errichtete Observatorium. Zwei konzentrische Erdwälle markieren Sonnenwenden und –gleichstände, das Sonnenlicht aktiviert somit die künstlerische Arbeit“, erklärt Ursula Schöndeling, Leiterin des Kunstvereins, zum Hintergrund. Sie freut sich sehr, Louidgi Beltrame für eine Ausstellung in Langenhagen gewonnen zu haben, dessen Arbeiten bisher in bedeutenden Ausstellungsräumen in Paris zu sehen gewesen sind, darunter Centre Pompidou, Palais de Tokyo, Jeu de Paume und Louvre. „Ich hoffe, die Langenhagener sind neugierig auf die Ausstellung hier im Kunstverein“, ergänzt Ursula Schöndeling. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 13. September, um 15 Uhr im Kunstverein an der Walsroder Straße 91A. Der Künstler wird anwesend sein. Die Ausstellung läuft bis zum 15. November. Besucher sehen im Ausstellungsraum zudem neue skulpturale Arbeiten von Louidgi Beltrame und eine großflächige Bodenarbeit von René Garcia Atuq.
Zu Louidgi Beltrames erster Einzelausstellung in Deutschland erscheint ein Künstlerbuch. Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung mit der Sparkasse Hannover, des Bureau des arts plastiques des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation der Antenne Métropole Hannover im Netzwerk des Institut français.