Morsch oder jung und vital?

Der Stein des Anstoßes: die drei Eichen am Godshorner Jobstkamp. (Foto: O. Krebs)

Drei Eichen am Godshorner Jobstkamp sind Gegenstand einer Petititon

Godshorn (ok). Bäume und Natur sind an und für sich eigentlich etwas Schönes. Sie können aber auch bedrohlich wirken und die Wohnqualität einschränken. So jedenfalls empfinden es Anwohner des Jobstkampes in Godshorn, und Stein des Anstoßes sind drei hochgewachsene Eichen im Norden des Rondells. Für Petitionsführer Ulfert Hinz, der auch im Namen seiner Nachbarn spricht, ist nicht nachvollziehbar, warum die Eichen Ende der 80er-Jahre im Wohngebiet gepflanzt worden seien. Sie seien jetzt schon zwölf bis 15 Meter hoch, gut zehn könnten durchaus noch dazukommen. Im Frühjahr werde eine klebrige Masse abgesondert, sodass die Stellplätze darunter nicht genutzt und eher wild geparkt würde. Im Sommer müsse in den Häusern Am Schapdamm 7 bis 11 im Wohnzimmer wegen des Schattenwurfs schon tagsüber das Licht eingeschaltet werden. Blüten, Eicheln und viele Hundert Liter Laub im Herbst – die Belastung sei massiv. Ulfert Hinz habe bei einem Orkan bedrohliches Krachen gehört, eine anschließende Kontrolle habe aber ergeben, dass die Eichen nicht morsch, sondern jung und vital seien. Hinz und die weiteren Beschwerdeführer fordern die Fällung der Bäume oder wollen den Grundstücksstreifen erwerben, um die Bäume dann fällen zu lassen und eine Ersatzpflanzung vorzunehmen. Die Petition wurde jetzt vom Verwaltungsausschuss in den Petitionsausschuss verwiesen.