Müllers Eishallen-Konzert mit Tücken

Die Langenhagener Symphoniker musizierten diesmal in luftiger Höhe. (Foto: K. Raap)

Fehlende Mikro-Anlage verhindert Kommunikation mit dem Publikum

Langenhagen (kr). Musikalisch ohne Fehl und Tadel verlief das erste Neujahrskonzert der Langenhagener Symphoniker unter der Leitung von Ernst Müller in der Eishalle Langenhagen. Doch es gab Einschränkungen: Die an der Stirnseite platzierten Musikanten saßen so weit von der Zuschauertribüne entfernt, dass der berühmte Funke nicht überspringen konnte. Besonders ärgerlich, dass das Orchester nicht für eine Mikrofonanlage gesorgt hatte. So gab es weder eine Begrüßung noch Programmansagen. Deshalb blieb auch die Uraufführung eines von Ernst Müller komponierten Liedes speziell für die Eishalle, für das in einem Wettbewerb ein Name gesucht wurde, ebenso anonym wie die Gewinner der Namensfindung des Eishallen-Liedes.
Die Temperaturen in der Halle machten vielen Zuhörern so zu schaffen, dass sie ihre kalten Stühle relativ schnell verließen. Viele nutzten dann die warmen Räumlichkeiten der vielfältigen Gastronomie und da vor allem das attraktive Kuchenbuffet, wo sie auch die Musik verfolgen konnten. Die Langenhagener, die die Eishalle zum ersten Mal besuchten, staunten nicht schlecht über den Riesenbetrieb auf dem Eis beim öffentlichen Schlittschuhlaufen. Dass die Läufer nicht frieren, liegt auf der Hand. Und auch den Fans, die von der Tribüne aus ein Eishockeyspiel verfolgen und ihre Mannschaft lautstark und bewegungsaktiv anfeuern, wird bestimmt nicht kalt. Doch die ruhig sitzenden Besucher eines Konzerts nehmen die Temperaturen in der Eishalle natürlich völlig anders wahr. Ernst Müller könnte sich weitere Auftritte in der Halle durchaus vorstellen, betonte er nach Ende des Konzerts gegenüber dem ECHO: „Das große Sitzplatzangebot in bequemen Kunststoffsesseln auf der Tribüne ist für uns sicherlich optimal. Vielleicht können wir dann auch das Orchester am Fuße der Tribüne platzieren, um den wichtigen Kontakt zum Publikum zu sichern.“ Und er versprach, dass dann auch eine leistungsstarke Mikrofonanlage zur Verfügung stände.
Die Jury des Namenswettbewerbs entschied sich für den Namen „Schlittschuhreigen“, den sich das Ehepaar Harald und Waltraud Luther gemeinsam ausgedacht hatte. Sie gewannen Karten für das Eishockey-Lokalderby zwischen den Scorpions und den Indians sowie eine Einladung zu dem Empfang nach Ernst Müllers Jubiläumskonzert in Godshorn am 21. Februar. Nun wird noch ein Text für das Lied gesucht, dessen Melodie allerdingsnoch weitgehend unbekannt geblieben ist.
Zu den Kompositionen, die die Langenhagener Symphoniker beim Neujahrskonzert wie gewohnt konzentriert und schwungvoll interpretierten zählten und anderem „Die Schlittschuhläufer“, ein Walzer von Emil Waldteufel, die Polka „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss, der berühmte „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß sen., der Galopp „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eulenberg, und die schönsten Lieder aus dem Musical „Die West Side Story“ von Leonard Bernstein.