„Mütterzentrum prägt die soziale Stadt“

In zwei Gruppen bleibt Gundula Ruge im MGH aktiv. (Foto: G. Gosewisch)

Gundula Ruge verlässt MGH-Vorstand nach 28 Jahren

Langenhagen (gg). „Es müsste einen Treffpunkt für Mütter geben. Sie müssen sich in den Erziehungsjahren starker Kritik stellen und brauchen Stärkung. Mit dieser Idee fing alles an“, berichtet Gundula Ruge. Vor 28 Jahren hat sie zusammen mit Vera Amtsberg, Angelika Vogt, Ursula Milark, Ursel Miersch und Gabriele Jahnke Initiative ergriffen und sich um die Realisierung bemüht, und es gelang. Inzwischen ist das Mehr-Generationen-Haus (MGH) eine Institution in Langenhagen, ist prägend für das soziale Leben in der Stadt. „Die Lebendigkeit im Haus mit der Vielfalt der Gruppen und Kursen ist etwas ganz besonderes“, sagt Gundula Ruge, die sich nun mit 78 Jahren aus dem Vorstand zurückzieht (MGH-Leiterin ist Christine Paetzke-Bartel) und sich mehr Zeit für die Familie und für sich selber nehmen will. Ein guter Zeitpunkt sei es, denn nach jahrelanger stets ungewisser Finanzierung des Hauses ist nun auf Bundesebene die Förderung festgelegt, die Förderung aus der Stadtkasse läuft kontinuierlich – eine Bestätigung für das jahrelange ehrenamtliche Engagement. Viele Politiker aller Fraktionen auf Bundes-, Landes- und Kommunaler Ebene hat Gundula Ruge in den vergangenen Jahren durch das Haus geführt. Sie baten um die Besichtigung, hatten eine Ahnung von der positiven Wirkung des Projekts. „Wir haben die Aufmerksamkeit der Politiker im Wahlkampf immer bewusst genutzt und mit allen gut zusammengearbeitet. Mit der Erweiterung des Mütterzentrums zum Mehr-Generationen-Haus waren wir unserer Zeit voraus“, erinnert sich Gundula Ruge zu den politischen Zielen, die in Langenhagen schon längst erfüllt waren.
Seit dem Jahr 2005 ist das MGH an der Konrad-Adenauer-Straße zu finden, nach mehreren Umzügen. „Da gab es viele schwierige Situationen, aber gerade dann gibt es Menschen, die mithelfen“, sagt sie und beschreibt damit auch ihre positive Grundhaltung, denn „statt darauf zu schauen, was ein Mensch nicht kann, sollten wir schauen, was er kann und für seine Fähigkeiten die richtigen Wege finden.“