Muschel wird verschwinden

Konsequenz nach Vandalismus im Stadtpark

Langenhagen (gg). Der Musikpavillon im Stadtpark, umgangssprachlich als Muschel bekannt, wird in den nächsten Tagen abgerissen. Zunächst wird am Montag, 25. Juli, ein Bauzaun aufgestellt. Basis ist ein entsprechender Ratsbeschluss, da das Objekt nach Vandalismus wie eine Ruine aussah. Brandstiftung kam noch dazu, ein Bühnen-Sofa war im vergangenen Jahr anzündetet worden. Das Feuer hatte den Musikpavillon statisch beschädigt.
An der Stelle der im Jahr 1982 gebauten Bühne mit Rückwand, Keller und Dach soll eine gepflasterte Veranstaltungsfläche entstehen. Die Stadtverwaltung benennt dies als "Aufwertung des Areals". Dies wurde in den politischen Gremien mit anderen Bezeichnungen diskutiert. So gilt der Abriss und das Pflastern der Fläche als ein Provisorium und geringstes Übel. Als "noch nie gut für Veranstaltungen" wurde der Platz gewertet, weil die Wohnbebauung zu dicht anschließt und es in der Vergangenheit zu Beschwerden über gestörte Nachtruhe kam. Da dort bisher ohnehin höchstens ein oder zwei Mal im Jahr ein Veranstaltung stattfand, wurde die Frage nach dem Sinn der Einrichtung laut.
Nun gibt die Stadtverwaltung Nachricht: "Als Austragungsort für verschiedenste Veranstaltungen hat sich die Fläche jedoch bewährt. Der Zuschauerbereich mit den ansteigenden, stufenweisen Sitzreihen bleibt deshalb bestehen." Eine Formulierung, die irreführend ist, denn Sitzreihen gab es noch nie, nur eine leichte Erhöhung für das stehende Publikum mit fünf flachen Stufen.
Nach dem Abriss der Muschel soll die gepflasterte Fläche mit einem Stromverteiler ausgerüstet werden. Veranstalter sollen eine mobile Bühne mit entsprechendem Equipment aufstellen können.
Die Investitionskosten für die "Aufwertung des Areals" schätzt die Stadtverwaltung auf knapp 100.000 Euro.