Musikalisch durch ein bewegtes Leben

Der Komponist Volker Grimsehl (von links), Bernd Kaudelka mit seinem Orchester und die Autorin Eleonore Dehnerdt gestalteten die Soirée zum Abschluss des Herzogin Elisabeth-Jahres. Foto: E. A. Nebig

Glanzvoller Ausklang des Herzogin Elisabeth-Jahres

Langenhagen (ne). Zu den herausragenden Frauengestalten des 16. Jahrhunderts gehört die aus dem Hause Brandenburg stammende Herzogin Elisabeth von Calenberg. (1510-1558), Tochter des Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg. Sie wurde am 24. August 1510 in Cölln an der Spree (Berlin-Mitte) geboren. Zu ihrem 500. Geburtstag fanden 2010 zahlreiche Veranstaltungen statt. Vor allen in der Region Hannover und in ihrer einstigen Residenz Hannoversch-Münden. Auch in Langenhagen wurde ihrer gedacht. Die nach ihr benannte Elisabeth-Gemeinde organisierte zum Gedenken an die Namenspatronin, einstige Landesherrin und Wohltäterin der Gemeinde mehrere Veranstaltungen. Höhepunkt und Abschluss des Elisabeth-Jahres in Langenhagen war eine glanzvolle Soirée am vierten Advent in der Elisabeth-Kirche. Es ist das übrigens das einzige Gotteshaus in Deutschland, das nach der Herzogin benannt ist. Ihren Lebensweg hat Eleonore Dehnerdt in ihrem historischen Roman „Die Reformatorin“ nachgezeichnet. Der Musiker Volker Grimsehl aus Wennigsen hat sich von diesem inspirieren lassen und eine „Elisabeth-Sinfonie“ komponiert, die durch Stationen des bewegten Lebens der Fürstin führt. Das Kammerorchester Langenhagen unter Leitung von Bernd Kaudelka brachte diese, unterbrochen von passenden Lesungen der Autorin, erstmalig zur Aufführung. Dabei wurde ein Bogen bis zur Weihnachtsgeschichte gespannt.