Musikdirektor als Kreuz-Bube

Die Platte „Musikalische Trümpfe“ mit Ernst Müller als Kreuz-Bube. (Foto: K. Raap)

40 Schallplatten und Musikkassetten auf den Markt gebracht

Langenhagen (kr). Ernst Müller ist der geborene Live-Musiker. Er sucht und pflegt den Kontakt mit dem Publikum und ist erst glücklich, wenn der berühmte Funke zu seinen Zuhörern übergesprungen ist. Auch nach sechs Jahrzehnten Musik versteht er es immer noch Spannungen aufzubauen, um nicht zu viel Routine aufkommen zu lassen. Als „Botschafter deutscher Blasmusik“ machte er sich Freunde auf allen Kontinenten und natürlich auch in Langenhagen und vielen anderen deutschen Städten. Mit dem steigenden Interesse an der Musik Ernst Müllers entwickelte sich auch die Nachfrage nach Tonträgern. Eine Schallplatte dient vor allem den Besuchern als ständig verfügbare Erinnerung an ein schönes Konzert, als Geschenk und als wichtige Informationsquelle für Veranstalter. Bei der ersten Aufnahme, die 1966 in den Verkauf kam, handelte es sich noch um eine Single mit vier Titeln, darunter das Bravourstück für Trompete und Blasorchester „Der alte Dessauer“. Als virtuoser Solist präsentierte sich damals Helmut Oetken. Nach diesem eher bescheidenen Auftakt folgten noch 40 Langspielplatten, Musikkassetten und Compact Discs.
Das breit gefächerte Repertoire umfasst Musik aus Oper, Operette, Musical Volks- und Tanzmusik ebenso wie Kirchen- und Weihnachtsmusik. So konnte Musikdirektor Müller Platten mit unterschiedlichsten Schwerpunkten produzieren. Platten-Titel, die gut ankamen waren unter anderem „Märsche der Welt“, „Internationales Wunschkonzert“, „Flughafenkonzert“, „Das Weihnachts- und Kirchenkonzert“, „Melodien aus drei Jahrhunderten“ und „Festliche Blasmusik“. Originell das Plattencover unter dem Titel „Musikalische Trümpfe“, das Ernst Müller als Kreuz-Bube zeigt.
Auf den Tonträgern finden sich auch einige Eigenkompositionen von Müller wieder. Zwei Titel erinnern an die Heimatstadt: Der Marsch-Beat „Langenhagener Pioniere“ und der Walzer „Langenhagener Geschichten“. Erst kürzlich schrieb der Musikdirektor ein Lied für die Eishalle Langenhagen, das nach einem Namenswettbewerb jetzt „Schlittschuhreigen“ heißt.