Musiker freuen sich auf Chile-Tournee

Eine engagierte Gemeinschaft (von links): Moderator Detlef Leonenko, 2. Vorsitzender Claus Broecker, Landtagsabgeordneter Marco Brunotte, Musikdirektor Ernst Müller und 1. Vorsitzender Thorsten Seibert. Foto: K. Raap

Ernst Müller startet im Oktober 2015 seine 56. Auslandsreise

Langenhagen (kr). „Die wichtigsten Weichen sind gestellt, so dass wir unserer Auslandstournee vom 15. bis 30. Oktober 2015 nach Chile zuversichtlich entgegenblicken können.“ Das betonte Torsten Seibert, 1. Vorsitzender der Langenhagener Symphoniker, jetzt gegenüber dem Langenhagener ECHO, „die Flüge sind gebucht, und das Programm mit Konzerten in Santiago de Chile, Valpaiso, Vina del Mar, La Serena, Villa Aleman und Concepcion sind unter Dach und Fach.“ Die offizielle Einladung zu diesem Unternehmen hatte Carlos Diaz, Kulturbeauftragter des Deutsch-Chilenischen Bundes (DCB) übermittelt. „Nach vier erfolgreichen Gastspielreisen der Langenhagener Musiker unter der Leitung von Ernst Müller durch unser Land“, so hieß es in dem Schreiben, „sind wir sehr interessiert, das Orchester wieder hier begrüßen zu können.“ Beim DCB handelt es sich um eine 1916 gegründete unabhängige und gemeinnützige Institution mit stark kulturellem Charakter. Ein besonderes Anliegen ist die Förderung des Zusammenhaltes der Chilenen deutscher Abstammung, verbunden mit dem Erhalt der deutschen Sprache. Eng zusammen mit dem DCB arbeitet die Deutsche-Chilenische Gesellschaft in Hamburg. Besondere musikalische Kontakte hatte Ernst Müller im südamerikanischen Staat mit dem Polizeiorchester Santiago und dem Jugendblasorchester der Feuerwehr Santiago geknüpft, das im Jahr 2000 die Flughafenstadt 14 Tage lang besucht hatte. Einen Auftritt in Chile absolvierte Ernst Müller auch als Gastdirigent, damals war auch Kammersänger Hans-Dieter Bader mit von der Partie. Rückenwind für seine 56. Auslandsreise erhielt Ernst Müller kürzlich auch vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, der die besondere Funktion des Musikdirektors als kultureller Botschafter des Bundeslandes würdigte. Auf dem Weg zu einem respektvollen und friedlichen Miteinander leisteten auch die Musiker einen wichtigen Beitrag. In Chile wird Ernst Müller mit seinem Ensemble wie in früheren Jahren unter dem Namen Niedersächsisches Blasorchester auftreten.
„Die Finanzierung der Reise“, so unterstrich Vorsitzender Torsten Seibert, „basiert auf einem großen Eigenanteil der mitfahrenden Musiker, rund ein Drittel der Kosten soll durch Zuschüsse und Spenden zusammenkommen.“ Hier will der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte, der die Schirmherrschaft für das Projekt Chile übernommen hat, seine vielschichtigen Kontakte zur Wirtschaft einbringen. Auch Brunotte ist der Meinung, dass diese Reise vor allem auch den vielen begeisterten jungen Musikanten sehr viel geben würde. Finanzielle Beiträge können eingezahlt werden bei der Sparkasse Hannover, BLZ 25050180, Kontonummer 910151636. Spenden-Bescheinigungen werden ausgestellt. Doch bis kurz vor Beginn der Tournee sind die Musiker mit diversen Auftritten natürlich noch selbst aktiv. Geplant sind unter anderem ein Kirchenkonzert in der Emmaus-Gemeinde am 15. März, das große AWO-Konzert im Forum am 12. April und vier Konzerte vor der Oper in Hannover im Zusammenhang mit dem beliebten „Schorsenbummel“.