"Mut und Durchhaltevermögen haben sich ausgezahlt"

Engagierte KK-Mitglieder (von links): Bruno Fahrenholz, Irmtraud Pigors und Bernd Freimuth.Foto: O. Krebs
 
Viele TSV-Mitglieder waren zur ersten Jahreshauptversammlung in den neuen Räumen gekommen.Foto: O. Krebs

TSV KK bringt erste Jahreshauptversammlung im neuen Vereinsheim über die Bühne

Krähenwinkel/Kaltenweide (ok). Sitzung dahoam: Der TSV KK ist zu Hause angekommen, hat seine erste Jahreshauptversammlung im neuen Vereinsheim am Stucken-Mühlen-Weg gut über die Bühne gebracht. Noch ist zwar nicht alles, aber eben fast alles fertig, der Neubau steht kurz vor der Abnahme. Gute Nachricht: Am 1. April will Klubwirt Jörg Donner den Betrieb aufnehmen. Der ist seit 25 Jahren im Geschäft, hat jetzt 14 Jahre lang die Gaststätte im OSV betrieben. Fast am Ziel müssen jetzt noch ein paar Wände gestrichen werden, und es stehen die Außenarbeiten an. Marina Becker, die zurecht viel Lob von allen Seiten für ihr Engagement während der Bauphase bekam: "Helfende Hände sind immer gern gesehen." Kaltenweides Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr freute sich, dass sein Wunsch auf der letzten Jahreshauptversammlung in Erfüllung gegangen ist. Er hatte gehofft, das nächste Treffen im neuen Vereinsheim erleben zu dürfen. Langrehr: Euer Mut und Durchhaltevermögen haben sich ausgezahlt." Das Tempo, das die Verantwortlichen vorgelegt haben, sei beachtlich, schließlich sei der Baubeginn erst im Juni gewesen. Alle Probleme – gerade mit dem Wasser – seien gemeistert worden, freute sich die stellvertretende Vorsitzende Marina Becker. Was das finanzielle Konzept für die Zukunft angeht: Auf den Verein kommen schon eine Menge Belastungen zu, die allerdings nicht durch erhöhte Beiträge abgefedert werden. Die bleiben vorerst stabil. Vielmehr komme es darauf an, dass der Verein für Neumitglieder noch attraktiver werde, seit fünf Jahren bleiben die Mitgliederzahlen mit knapp mehr als 1.000 Frauen, Männer, Jugendlichen und Kindern konstant. So wird auch über neue Sparten nachgedacht; eine Möglichkeit sei zum Beispiel Gymnastik, im neuen Vereinsheim gibt es einen Raum. Bei den Wahlen gab es keine Überraschungen Jürgen Pigors bleibt Schatzmeister, sein Sohn Fabian Jugendleiter und Jörg Prick übernimmt das Amt eines Kassenprüfers. Als das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden Sport besetzt werden sollte, herrschte allerdings betretenes Schweigen in der Runde; ein Kandidat fand sich wieder einmal nicht.
Etwas getrübt wurde die Stimmung bei der Jahreshauptversammlung durch einen Antrag der Fußballer der 2. Alten Herren. Betreuer Athannassios Evgenos machte deutlich, dass sich seine 28 Mitspieler und er nicht mehr als "vollwertige Mitglieder" des Vereins betrachteten, da sie beim Thema Platzsperren benachteiligt würden. Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Als sie trainieren wollten, sei der Platz gesperrt gewesen; am Tag zuvor oder am Folgetag aber nicht. Das sei für ihn nicht nachvollziehbar; er forderte mehr Respekt gegenüber seinem Team. Als Konsequenz dieser von ihm empfundenen Einschränkung hatte er den nicht ganz ernstgemeinten Antrag auf Beitragermäßigung gestellt.
Jugendleiter Fabian Pigors versicherte, dass die 2. Alte Herren gebraucht werde und alle Teammitglieder natürlich als "vollwertig" angesehen werden. Der 20-Jährige machte aber auch deutlich, dass die Entscheidung über die Bespielbarkeit des Platzes allein bei Spartenleiter Karl-Dietrich Volmer liege und solche speziellen Probleme in die Spartenversammlung der Fußballer und nicht in die große Jahreshauptversammlung des Vereins gehörten.
Ehrungen standen bei der Versammlung auch noch auf dem Programm – sowohl für lange Mitgliedschaft, für sportliche Leistungen, aber auch für besonderes Engagement.
So sind Bernd Achilles, Heinrich Mengeling und Monika Zehrt schon seit 40 Jahren im TSV KK; die Fußballer der Alten Herren erreichten den dritten Paltz bei der Deutschen Meisterschaft, und die Pétanquespieler Jens Kögel, Olaf Koszewski, Lutz Richardt, Torsten Degen, Tobias Herbel, Matze Helweg und Dirk Hildebrandt wurden für ihre Erfolge bei der Niedersachsenmeisterschaft ausgezeichnet. Den ersten Platz bei den Rundenwettkämpfen WK3 hatten die Turnmädchen Clara Gemsel, Kira Dankowsky und Laura Nele Münder erreicht.
Ganz engagiert gehen immer Bernd Freimuth, Bruno Fahrenholz und Irmtraud Pigors zu Werke, ihre Arbeit wurde deshalb besonders gewürdigt. Eigenschaften, die auch auf die verstorbenen Hans-Günther Burau und Ernst Kühn zutrafen, ihrer wurde in einer Schweigeminute gedacht.
Die offizielle Einweihung soll übrigens am 22. Juni stattfinden; eine Woche später kommen die Bundesligakicker von Hannover 96 zum Testspiel an den Waldsee.