„Mut zahlte sich aus“

Claudia Hopfe freut sich auf die neuen Aufgabe, im Job und im Ehrenamt. (Foto: G. Gosewisch)

Claudia Hopfe zieht Bilanz nach Wahlkampf-Hausbesuchen

Langenhagen (gg). Mit auffallendem Engagement hat CDU-Ratsfrau Claudia Hopfe im vergangenen Jahr den Bürgermeister-Wahlkampf von Mirko Heuer begleitet. „Hausbesuche sind sicherlich nicht jedermanns Sache“, räumt Reinhard Grabowsky, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, mit Blick auf die Zahl der Freiwilligen für diesen Dienst ein. Zeit und Mut müssen für diesen Dienst vorhanden sein, meint er, obwohl er aus eigener Erfahrung weiß, dass das Klopfen an fremden Türen, um die Vorzüge des Bürgermeisterkandidaten anzupreisen, überwiegend positiv von den Menschen reflektiert wird. „Es gab seltener Ablehnung, als ich im Vorfeld dachte“, sagt Claudia Hopfe. Sieben Wochen lang, jeweils vier Tage in der Woche, war sie von morgens bis abends mit dem Kandidaten auf Tour, klapperte eine Haustür nach der anderen ab. „Es war anstrengend, hat aber Spaß gemacht, weil Mirko Heuer ein fröhlicher Mensch ist. Es ist toll, was im Team alles zu schaffen ist.“ Zu Ohren gekommen seien ihr die Lästereien der Ratskollegen anderer Fraktionen durchaus. Sogar Gerüchte gab es. Demnach werde sie ein Amt zur Belohnung für die Mühe bekommen. Das sei absoluter Quatsch und habe sie nur bedingt geärgert, meint sie, denn „ich weiß ja, dass es anders ist.“ Gelohnt hat sich der Mut, den die Ratsfrau (seit dem Jahr 2012 im Amt) gezeigt hat, aus ihrer Sicht durchaus, denn sehr wohl möchte Claudia Hopfe politisch gestalten. Auf der kommunalen Ebene fühlt sich wohl. Den Einstieg in dieses Engagement bildete die Arbeit im Schulelternrat der Friedrich-Ebert-Schule. Das Kümmern um die Gemeinde ist immer mit Aufwand verbunden, so auch in ihrem ehrenamtlichen Dienst im Kirchenvorstand der katholischen Liebfrauengemeinde mit Zwölf Apostel.
Mit seinem Bürgermeister-Amtsantritt hat Mirko Heuer den Platz gewechselt: einen Stuhl im Rat freigemacht, den CDU-Fraktionsvorsitz niedergelegt. Reinhard Grabowsky erklärt zur neuen Aufgabenverteilung in der Ratsfraktion, dass die engagierte Claudia Hopfe (gelernte Volljuristin) erweiterte Aufgaben übernehmen wollte. „Eine Partei ist ein Zweckbündnis, kein Freundschaftsclub“, stellt Grabowsky klar. Bernhard Döhner hat den CDU-Fraktionsvorsitz inne, Claudia Hopfe ist Stellvertreterin geworden. Zeit will sie sich weiterhin für die Ehrenämter nehmen. Ihre vier Kinder sind inzwischen erwachsen und bewusst habe sie sich für eine freiberufliche Tätigkeit entschieden. Sie freut sich auf die neue Aufgabe, die sie in Zusammenarbeit mit der Langenhagener Agentur Michaelis übernommen hat: „Das passt genau zu mir, es liegt mir, Texte zu formulieren.“