Mysteriöser Unfall auf Weide

Nächtlicher Spaziergang, Rind griff an

Engelbostel. Ein 61 Jahre alter Mann ist in der Nacht zu Sonntag von seiner 22 Jahre alten Tochter schwer verletzt auf einer Kuhweide an der Hannoversche Straße aufgefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass die Verletzungen durch ein auf der Weide stehendes Rind verursacht worden sind.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 61-Jährige gegen 0.30 Uhr seine Wohnung in Engelbostel verlassen, vermutlich, um einen Spaziergang zu machen. Gegen 2.30 Uhr rief der Mann seine Tochter an und meldete, dass er auf einer Kuhweide an der Hannoversche Straße - in unmittelbarer Näher zu Auffahrt der Bundesautobahn 352 - von einem Rind angegriffen und verletzt worden sei. Kurze Zeit später fand die 22-Jährige ihren Vater nicht ansprechbar auf der von ihm beschriebenen Weide und alarmierte die Rettungskräfte. Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr hatten sich an der Suche beteiligt. Ersthelfer stellten schwere Verletzungen fest und brachten ihn im Rettungswagen zur stationären Behandlung in eine Klinik. Er ist derzeit nicht ansprechbar.
Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der 61-Jährige die Weide betreten hatte und dort von dem sogenannten Deckbullen, der auf der Koppel befindlichen Herde der Rasse Limousin-Rind, angegriffen worden ist. Warum der 61-Jährige, er stammt aus Afghanistan, nachts unterwegs war und warum er auf die Weide ging, ist völlig unklar. Die Ermittlungen dauern an.