NABU bittet um Hilfe

Die Blaumeise gehört zu den leicht erkennbaren Vögeln im heimischen Garten. (Foto: K. Woidtke)

Zählung der Wintervögel

Langenhagen. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzbund (NABU) rufen für Januar 2018 bundesweit zur "Stunde der Wintervögel" auf. „Unterstützen Sie uns und zählen Sie vom 5. bis 7. Januar im heimischen Garten, auf dem Balkon oder im Park unsere gefiederten Wintergäste“, bittet Katja Woidtke, Sprecherin des NABU-Ortsvereins. Mit den gesammelten Daten können Rückschlüsse über den Bestand der heimischen Gartenvögel gezogen werden, was eine wichtige Grundlage für Aktivitäten im Vogelschutz ist.
Auch Kinder werden mit der Aktion schon für die Natur begeistert. Sie können gemütlich aus der warmen Stube durch die Fensterscheiben die Vögel an den Futterstellen beobachten. „Wenn Sie sich eine Stunde Zeit nehmen, um die Wintervögel zu zählen, werden Sie außer unseren Standvögeln wie Haussperling, Blau- und Kohlmeise auch Arten entdecken, die aus dem kälteren Norden zu uns kommen“, erklärt Katja Woidtke. Zählbögen, die online unter www.nabu.de abgerufen werden können, erleichtern die Zuordnung der jeweiligen Arten. Dort sind auch die Ergebnisse zur "Stunde der Wintervögel" aus den letzten Jahren zu finden. Im Jahr 2017 lag in der Region Hannover die Amsel vor Haussperling und Kohlmeise.
Das Mitmachen ist ganz einfach: Gezählt werden die Vögel, die innerhalb einer Stunde im heimischen Garten oder am Futterhäuschen gesehen werden. Notiert wird immer die höchste Anzahl einer Art, die innerhalb dieser Zeit beobachtet wird. So werden doppelte Zählungen von ein und demselben Vogel vermieden. Mit den gesammelten Daten kann der NABU sich gezielt für den Schutz der heimischen Vögel einsetzen. Denn anhand der Ergebnisse können Antworten auf folgende Fragen gegeben werden: Wo kommen welche Vögel vor? Wie hat sich ihr Bestand im Vergleich zu den Vorjahren verändert? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? Die Beobachtungen können unter www.nabu.de online gemeldet werden. "Im Jahr 2017 haben 125.000 Teilnehmer bundesweit fast drei Millionen Vögel gemeldet. Es wäre toll, wenn diese Zahl 2018 getoppt werden kann, denn je mehr Personen teilnehmen, desto genauere Zahlen werden für die Aktion geliefert", so die Bitte von Katja Woidtke.