Nach Fahndung vollstreckt

Mehrfacher Zugriff der Bundespolizisten am Flughafen

Langenhagen. Die Bundespolizei hat am hieisgen Flughafen in der vergangenen Woche mehrere offene Fahndungsnotierungen vollstreckt. Ein 33-jähriger Deutscher wurde bei der Ausreisekontrolle eines Fluges nach Istanbul (Türkei) ermittelt und festgenommen.Gegen den Betroffenen bestand ein Strafvollstreckungshaftbefehl. Er hatte nach Verurteilung wegen Falscher uneidlicher Aussage die Zahlung der fälligen Geldstrafe in Höhe von 4.500 Euro mit vereinbarten Teilraten eingestellt. Durch Einzahlung des haftbefreienden Betrages bei einer benachbarten Polizeidienststelle in Höhe von 4.200 Euro konnte der Antritt der 140-tägigen Restersatzfreiheitsstrafe abgewendet und die Weiterreise gestattet werden.
Ein 54-jähriger rumänischer Staatsangehöriger wurde bei der Einreisekontrolle eines Fluges aus Bukarest festgenommen. Gegen ihn bestand ein Haftbefehl wegen Diebstahls. Aufgrund Mittellosigkeit konnte der von der Haft befreiende Betrag in Höhe von 1.125 Euro nicht aufgebracht werden. Es erfolgte eine Überstellung zur Justizvollzugsanstalt Hannover zum Antritt der 45-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe.

Es erfolgte zu dem die Verhaftung eines 28-jährigen marokkanischen Staatsangehörigen. Gegen den polizeilich bereits mehrfach in Erscheinung Getretenen bestanden gleich zwei Haftbefehle wegen Diebstahls und Vergehens nach dem Aufenthaltsgesetz. Nach Verurteilung missachtete er die Geldstrafen in Höhe von 1.430 Euro und setzte sich aufgrund eines in der Bundesrepublik Deutschland abgelehnten Asylverfahrens in das benachbarte Ausland ab. Dort wurde der Betroffene im weiteren Verlauf festgestellt und jetzt im Rahmen einer Rückübernahme gemäß dem Dubliner Übereinkommen mit einem Flug aus Wien nach Hannover überstellt. Aufgrund Mittellosigkeit erfolgte die Überstellung zur Justizvollzugsanstalt Hannover zum Antritt der fälligen 143-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe. Demnächst erwarten ihn weitere Gerichtsverfahren wegen Erschleichen von Leistungen, mittelbare Falschbeurkundung sowie Diebstahl.
Bei der Luftsicherheitskontrolle eines Fluges nach Heraklion (Griechenland) wurde im Reisegepäck eines 69-jährigen deutschen Staatsangehörigen ein Butterflymesser festgestellt. Da es sich bei diesem Messer um einen verbotenen Gegenstand nach dem Waffengesetz handelt, erfolgte die Beschlagnahme durch die Bundespolizei. Ohne Messer, dafür aber mit entsprechender Strafanzeige im Gepäck, konnte die Weiterreise des Senioren gestattet werden.