Nach langem Schlaf wachküssen

Etwa zehn Millionen Euro will die KSG für die Grundsanierung Wiesenaus in die Hand nehmen.Foto: C. Borschel

KSG will in Wiesenau barrierefrei und zeitgemäß sanieren

Langenhagen (bo). Mehr als 1.800 Wohnungen betreut die Kreissiedlungsgesellschaft, kurz KSG, in Langenhagen. Die rund 560 Wohnungen in Wiesenau sollen nun saniert werden. „Wir haben bereits im Januar des vergangenen Jahres gemeinsam mit der Stadt Pläne entwickelt, wie vorgegangen werden soll und was bewegt werden kann und muss“, erklärt Brigitta Graichen-Meißner. Der Schwerpunkt bei den Maßnahmen wird die sogenannte zentrale Mitte sein. Die Häuser der KSG in Wiesenau seien im Bezug auf Schallschutz, Dämmung und Barrierefreiheit nicht mehr zeitgemäß. Aus diesem Grund komme man nicht umher, viele Häuser komplett abzureißen und anschließend neu aufzubauen. 77 Objekte sollen demnach in den kommenden drei Jahren neu aufgebaut werden. Die Anwohner, die hierfür aus ihren Häusern hinaus müssen, sind bereits informiert. Um Ersatzwohnungen hat sich die KSG ebenfalls gekümmert. „Das lief bisher alles deutlich reibungsloser, als wir es vermutet haben“, freut sich Hans-Herbert Kruse, Geschäftsführer der KSG. „Aber die Leute wissen ja auch, wofür wir das machen, schließlich sollen am Ende alle davon profitieren“. Gleichzeitig verspricht er, dass die Mieten durch die Baumaßnahmen nicht deutlich höher liegen werden, als sie dies zurzeit tun. „Die Kaltmiete wird etwas erhöht werden, dafür sparen die Bewohner dann an den Nebenkosten." Um die 50 Cent mehr werden die Anwohner nach den Umbauten wohl mehr zahlen müssen, wird derzeit gemutmaßt. Zu den Umbauplänen der KSG gehört auch, wieder einen Nahversorger ins Wohngebiet zu bringen. Die Mieter, die jetzt wegen der Baumaßnahmen umziehen müssen, haben von der KSG außerdem zugesichert bekommen, bei Bedarf wieder in ihre alten Wohnungen zurück zu können. „Da gibt es selbstverständlich einen Vorrang für die Vormieter“, so Kruse. Insgesamt rund zehn Millionen Euro wird die Umgestaltung die KSG wohl kosten -– dafür hätten hinterher aber alle Bewohner Wohnungen, die energetisch und wohnlich auf dem neuesten Stand seien.