Nachdruck durch Unterschriften

Gründerinnen der Bürgerinitiative: Marianne Kohlbach (links) und Ilse Niemeyer.Foto: G. Gosewisch

Bürgerinitiative fordert öffentliche Toiletten

Langenhagen (gg). Themen, die seit Jahren bei Besuchern des Silbersees zu Verärgerungen führen, hat die neu gegründete Bürgerinitiative „Pro Silbersee“ als Forderungen formuliert. Es geht um die Attraktivität des Silbersees als Naherholungsgebiet und es geht auch um den öffentlichen Zugang zu Toiletten. „Schon vor zwei Jahren haben wir dazu Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt. Wir haben auch in einem persönlichen Brief des Bürgermeisters Aufklärung zur Situation bekommen, doch geändert hat sich nichts“, so die Zusammenfassung von Ilse Niemeyer und Marianne Kohlbach, die zusammen mit Thorsten Semmler und Simone Bleicher die Bürgerinitiative „Pro Silbersee“ gegründet haben. Nun wollen sie mit einer Unterschriften-Aktion ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Unterstützer finden sie bei den ständigen Besuchern des Silbersees. Während sich Marianne Kohlbach als Frühschwimmerin schon morgens um sieben Uhr in der Gesellschaft anderer Freizeitschwimmer wieder findet, trifft Ilse Niemeyer mit ihren Walking-Gruppen, die immer rund 30 Teilnehmer haben, im Tagesverlauf auf weitere Besucher. „Der Silbersee ist ein Naherholungsgebiet, in dem die Besucher lange verweilen.“, erklärt sie und weiter, „Im Sommer sind die Toiletten in der Gastronomie „Lucky Lake“ nutzbar. Von Montag bis Sonnabned von 15 bis 21 Uhr, am Sonntag von 11 bis 21 Uhr. Das reicht nicht.“ Diese Meinung teilt auch Marianne Kohlbach. Sie ergänzt: „Früher gab es hier öffentliche Duschen. Eine sinnvolle Einrichtung für Badegäste im Sommer. Doch die sind nicht mehr zugänglich.“ Bereits als gescheitert werten sie das Kompromissangebot der Stadt Langenhagen. So genannte Dixi-Klos wurden auf der gegenüberliegenden Seite zum Strand im Grünbereich aufgestellt. Die Praxis habe gezeigt, dass das besondere Nachteile bringt, so Ilse Niemeyer. Das bestätigen auch die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamts der Stadt Langenhagen, Anne-Katrin Genz und Andrea Krauße, bei ihrem Rundgang im Silbersee gegenüber dem ECHO: „Es ist im Sommer vorgekommen, dass durch Vandalismus die Dixi-Kabinen in den See geworfen wurden. Umgestoßen waren sie oft. Das wieder herzurichten, ist mit ständigen Kosten für die Stadt verbunden.“ Dass Besucher die Büsche für ihr Notbedürfnis wählen, sei nicht akzeptabel. Zum einen zerstöre das die Pflege der Grünanlage und als nächstes stelle sich dann womöglich ein Problem mit Rattenbefall ein. Sie bestätigen die hohen Besucherzahlen. Jung und Alt, Ausflügler, Sportler oder Gruppen seien gemischt zu finden, auch bei schlechtem Wetter und in jeder Jahreszeit.