Nachfrage übersteigt Angebot in der Krippe

Die Besuchergruppe um den Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt; Dritte von links: Irina Tänzer, Geschäftsführerin des Kitazirkels; ganz rechts: Alexa Katz, Leitern der Kita Krümelhausen. (Foto: D. Lange)

Hendrik Hoppenstedt zu Gast in der Kita Krümelhausen

Langenhagen (dl). Die fünfte und jüngste Einrichtung des Langenhagener Kitazirkels, die Kita Krümelhausen im Bohlenweg, bildete eines der Ziele des CDU-Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt auf seiner diesjährigen Sommertour durch seinen Wahlkreis, der nördlichen Region Hannover. Politiker nutzen ihre sitzungsfreie Zeit gerne dazu, sich in ihrem Wahlkreis umzuschauen und dabei Betriebe und Institutionen zu besuchen und kennenzulernen. Die bevorstehende
Kommunalwahl am 11. September bringt es mit sich, dass Hoppenstedt auf seiner Tour in diesem Jahr nicht wie sonst alleine, sondern mit einer kleinen Delegation ortsansässiger Kommunalpolitiker seiner Partei unterwegs ist. Der Kitazirkel als freier Träger der Kitas Kleine Füße, Krümelkiste, Wichtelhagen, Wimmelburg und Krümelhausen ist seinerzeit aus einer Elterninitiative entstanden und auch heute noch spielt die Elternarbeit eine große Rolle im Gefüge des gemeinnützigen Vereins mit seinen fünf Einrichtungen. Die gute Zusammenarbeit mit Eltern, die sich mit der Einrichtung identifizieren und sich im organisatorischen Bereich engagieren und mitwirken, zählt mit zu den Erfolgsgeheimnissen der Initiative. Irina Tänzer, Geschäftsführerin des Kitazirkels, und Alexa Katz, Leiterin der Einrichtung, stellten den Gästen gemeinsam die Kita Krümelhausen vor, zu der neben den Kindern mit ihren Betreuern auch zwei Schildkröten namens Erna und Flecki gehören. Die Kita mit zwei Krippengruppen für Kinder von zehn Monaten bis drei Jahre und einer Familiengruppe inklusive Hortbereich öffnet ganztägig von 7 bis 17 Uhr ohne Sommerschließzeit. „Wir nehmen in der Krippe Kinder im Alter von zehn Monaten bis einem Jahr auf, weil viele Eltern aus finanziellen Gründen wieder berufstätig sein müssen“, sagte Irina Tänzer. Die Kita mit jeweils einem eigenen Außengelände für die Krippe und die Familiengruppe bietet eine inklusive, interkulturelle und offene Pädagogik, zu der die Hausaufgabenhilfe im Hortbereich ebenso dazu gehört wie eine allgemeine Schulvorbereitung für die angehenden Schulkinder. Derzeit stehen in der Kita 15 Frühdienstplätze für die Kinder zur Verfügung. Allerdings übersteigt die Nachfrage der berufstätigen Eltern nach einer Aufstockung der Plätze das Angebot bei weitem. Ein Problem, welches mit mehr Personal sicher gelöst werden könnte. Nach Einführung der dritten Betreuungskraft hat sich die Personalsituation auch in den Krippen zwar entspannt, nicht unbedingt aber der Arbeitsmarkt, was die Situation bei den Fachkräften angeht. Daher fordert die Geschäftsführerin des Kitazirkels mehr Chancen bei der Stellenvergabe für Sozialassistenten in der Ausbildung zum Erzieher, anstatt sich nur auf die Berufsgruppe der Erzieher zu fixieren. „Derzeit sind die Krippengruppen mit zwei Erziehern und einem Sozialassistenten besetzt, sagt Tänzer, „womit wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Auch wenn Sozialassistenten vom Gehalt her nicht mit Erziehern gleichgestellt werden können. Von der Kompetenz her aber schon. Sie sind zudem äußerst motiviert und arbeiten bei uns gleichberechtigt mit den Erziehern zusammen.“ Auch um die angehenden Fachkräfte in Langenhagen zu halten, befürworten die CDU-Politiker die Schaffung einer eigenen pädagogischen Fachschule in Langenhagen.