Namen passen zum Charakter

Neugierig erkunden die Schulhühner ihren Garten. Schulleiterin Stefanie Haller ist zufrieden mit der optimalen Haltung im Hühnermobil. (Foto: G. Gosewisch)

Hühnerhaltung in der Grundschule bewährt sich

Engelbostel (gg). Zehn Hennen und ein Hahn haben sich im Garten der Grundschule eingelebt. Es sei ein Schüler-Projekt mit hohem pädagogischen Wert, so der Hinweis von Schulleiterin Stefanie Haller. Nachdem im vergangenen Jahr ein Hühner-Mobil für einige Tage für den Unterricht genutzt werden konnte, sei die Idee entstanden, eine schuleigene Hühnerhaltung einzurichten. „Am Umgang mit den Hühnern lernen die Schüler den artgerechten Umgang, die Lebensweise und die Bedürfnisse kennen. Die Hühner können geliebt, geachtet, geschätzt und beschützt werden. Die Schüler sind sehr wissbegierig und motiviert, die Hühner gut zu versorgen“, erklärt sie und dankt Heike Neemeyer, die sich um die Haltung kümmert. Ein hoher vierstelliger Betrag aus dem Schulbudget wurde in das neue rote Hühnermobil investiert, das sich schon sehr bewährt habe und idealen Schutz biete. Mit dem fahrbaren Untergestell kann der Standort gewechselt werden. „Wir finden immer Platz, um den Hühnern neue Grasflächen zu bieten“, erklärt die Schulleiterin. Über das Wochenende sind die Hühner autark und Selbstversorger. Das frische Wasser läuft nach und nach in eine spezielle Trinkvorrichtung, das Futter rutscht im Behälter weiter, morgens öffnet sich per Schaltuhr die Klappe und abends spazieren die Hühner bei Dämmerung selbstständig wieder hinein. Mithilfe eines Lichtsensors schließt sich die Klappe und die Hühner sind vor Räubern sicher, denn auch die Leiter hat eine Abwehrsperre für Marder und Fuchs. Für die Reinigung des Stalls müssen sich die Schüler abwechseln, beim Einsammeln der Eier ebenso. Und dabei gibt es immer wieder Überraschungen, denn je nach Rasse und Fitness gibt es braune, weiße oder sogar hellgrüne Eier, und die sind mal kleiner und mal größer. Aber es gibt für die Schüler an den Hühner noch mehr zu lernen. Stefanie Haller sagt: „Es ist toll, dass sie sogar schon Charaktereigenschaften erkannt haben. So wurde ein weißes Huhn, dass besonders stolzierte, auf den Namen Marilyn getauft. Das passt perfekt.“