Nationaltheater Mannheim holt den Titel

So sehen Sieger aus. Die obligatorische Bierdusche für die Mannschaft des Nationaltheaters Mannheim.Foto: D. Lange

Kulturstätten messen sich auf den Sportstätten beim SCL

Langenhagen (dl). Kunst und Sport schließen sich ja bekanntlich nicht aus. Ein guter Grund also für die Kulturstätten des Landes, seit 1978 alljährlich die Deutsche Theater Fußballmeisterschaft auszutragen. Im vergangenen Jahr hat nach mehreren vergeblichen Anläufen mit dritten und zweiten Plätzen erstmalig die Staatsoper Hannover den Titel gewinnen können. Weil der jeweilige Titelträger auch gleichzeitig der Ausrichter des nächsten Turniers ist, fand die diesjährige Auflage auf der Anlage des SC Langenhagen statt, der seine Sportstätte dafür zur Verfügung gestellt hatte. Zwölf Mannschaften aus acht Bundesländern stellten sich sportlich-fair dem Wettbewerb um den Meistertitel. Der Schirmherr des Turniers, Regionspräsident Hauke Jagau, fand in seinem Grußwort deutliche Parallelen im Spiel um den Ball und dem Spiel auf der Bühne. Auf beiden Seiten gehe es um Leidenschaften und um große Gefühle, um Jubel oder Tragödie. In der Tat war die Stimmung unter den Teilnehmern trotz des englischen Wetters ausgesprochen gut. Wenn schon ein sechster Platz frenetisch bejubelt wird, dann ist klar, dass bei allem Ehrgeiz der Spaß am Spiel überwiegt. Wie im Theater eben. Im Endspiel gegen das Neue Schauspiel Hamburg konnte sich das Team des Nationaltheaters Mannheim knapp mit 1:0 durchsetzen und wurde damit Deutscher Meister. Etwas Glück war sicher auch dabei. Ein nicht gegebener Elfmeter und eine gelbe Karte wegen Meckerns bei den Hamburgern mögen dabei eine gewisse Rolle gespielt haben. So mussten sich die Hamburger mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Das Verhältnis der Hamburger an sich zum Thema Fußball scheint ja zurzeit ohnehin etwas gestört. Den dritten Platz belegte das Theater und Philharmonie Essen und Platz vier ging diesmal an die Staatsoper Hannover, die das Halbfinale gegen Essen nach Elfmeterschießen verlor. Der Fair-Play-Preis ging an die Mannschaft des Stadttheater Gießen. Somit können sich also die Theaterkicker aus Mannheim den riesigen Pokal für ein Jahr in die Vitrine stellen. Wenn er denn reinpasst.