Netzwerk startet mit guter Resonanz

Berufliche Integration war ein wichtiges Thema beim ersten Netzwerktreffen in Wiesenau.

Nächstes Treffen in Wiesenau am 7. August

Langenhagen. Arbeiten Sie, um zu leben oder leben Sie, um zu arbeiten? Egal, wie Sie antworten, liegt die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Arbeit macht Spaß, macht zufrieden, sorgt für soziale Kontakte und Anerkennung. Und sorgt natürlich für ein eigenes Einkommen und Unabhängigkeit.
Der Verein win möchte Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, beim Einstieg in das Arbeitsleben unterstützen. Die berufliche Integration von Flüchtlingen ist dabei ein zentraler Punkt, wenn wir über Integration sprechen. Aber der Schritt in den Beruf ist oftmals für geflüchtete Menschen nicht einfach, auch oder vor allem wegen der Rechtslage nicht. Und es braucht unterstützende Firmen und Unternehmen, die den Menschen Chancen geben – dann kann ein Einstieg gelingen.
Das Netzwerk „Berufliche Integration von geflüchteten Menschen“ möchte Firmen, die sich als „Chancengeber“ verstehen mit geflüchteten Menschen zusammenbringen. Dieses Vorhaben wird von dem Verein win – Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG Hannover sowie der KSG Hannover GmbH vorangetrieben. Unterstützt werden die sie dabei von der Stadt Langenhagen und der Servicestelle KAUSA, die Firmen und Betriebe bei der Einstellung von Flüchtlingen beraten kann. „Die Rechtslage ist individuell sehr unterschiedlich, die Betriebe können sich im „Bürokratiedschungel“ unterstützen lassen“, erklärt Claudia Koch, die win und die KSG Hannover vertritt.
Und dem Aufruf sind einige Langenhagener Firmen gefolgt, so dass das erste Netzwerktreffen laufen konnte. Aus unterschiedlichen Fachrichtungen, beispielsweise der Altenhilfe und der Speditionen, informierten sich Firmenvertreter, vernetzten sich und tauschten sich aus. Zudem berichtete Stefan Rauschke, Geschäftsführer von Baum & Krafzik, von seinen Erfahrungen, die er seit der Einstellung eines jungen Sudanesen machen konnte. Er warb für die Integration von geflüchteten Menschen in die Betriebe und stellte auch dar, dass in Zeiten des Fachkräftemangels diese Wege gegangen werden müssen. „Gesamtgesellschaftlich ist das zudem unsere Pflicht und Aufgabe.“, ergänzt KAUSA- Mitarbeiterin Dinah de Haas. Sie informierte mit einem Vortrag über das Thema Ausbildung und die Unterstützungsmöglichkeiten, die ein Betrieb bekommen kann.
In den nächsten Wochen werden nun die passenden „Gegenspieler“ gesucht, entweder aus dem Umfeld des Quartierstreff oder auch über KAUSA.
Das nächste Netzwerktreffen ist bereits geplant und wird am Montag, 7. August, um 10 Uhr im Quartierstreff stattfinden. Interessierte Firmen können gerne dazu kommen. Weitere Infos: Quartierstreff Wiesenau, Freiligrathstraße 11, 30851 Langenhagen, Claudia Koch, 0511/8604-216, koch@ksg-hannover.de, www.win-e-v.de.