Neue Anforderungen in der Ausstattung

Marco Brunotte, Ute Kulke, Elke Meyer und Marc Köhler nach dem Besuch des Altenzentrums (Foto: x)

Brunotte und Köhler besuchten Altenzentrum Eichenpark

Langenhagen. Bei einem Besuch des Altenzentrums Eichenpark haben sich der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat Marc Köhler und Marco Brunotte, SPD-Landtagsmitglied für den hiesigen Wahlkreis, über die Situation in der Altenpflege informiert. Hier empfing sie die Einrichtungsleitung und präsentierte das Seniorenzentrum, das zentral zwischen Walsroder-Straße und Stadtpark liegt.
„Wir sind eine Pflegeeinrichtung der Landeshauptstadt Hannover auf dem Gebiet der Stadt Langenhagen“, berichtete Heimleiterin Elke Meyer, „hier bieten wir 190 Pflegeplätze in acht Wohnbereichen an.“ Das Altenzentrum hat 156 Einzelzimmer. Auf 22 Plätzen für gerontopsychiatrische Pflege wird in einem besonders geschützten Bereich Betreuung für demenziell erkrankte Personen angeboten. In Kooperation mit dem Geriatrischen Zentrum Hagenhof wird rehabilitative Kurzzeitpflege ermöglicht.
Margrit Benzler nahm als Vorsitzende des Heimbeirats an dem Besuch teil. Die ehemalige Ortsbürgermeisterin von Engelbostel wohnt seit einigen Jahren im Seniorenzentrum und fühlt sich sehr wohl: „Die zentrale Lage ist bei vielen Bewohnern sehr beliebt. Wir sind schnell im Grünen, haben aber auch nur einen kurzen Weg bis ins Langenhagener Stadtzentrum.“ Margrit Benzler dokumentiert auch die neuen Anforderungen von Bewohnern an die Einrichtung. Für sie war ein Internetanschluss auf ihrem Zimmer eine zwingende Voraussetzung für den Einzug, schließlich wollte sie weiterhin Emails versenden und im Internet surfen.
Beim Besuch der SPD-Politiker waren auch die Arbeitsbedingungen in der Pflege Thema. Ute Kulke, stellvertretende Pflegedienstleiterin, schilderte den Fachkräftemangel und die Konkurrenzsituation: „Wir zahlen aus Überzeugung nach Tarif, was uns durch höhere Personalkosten in eine schwierige Situation bei der Finanzierung bringt.“ Hier war sie sich mit Marco Brunotte einig, dass ein bindender Tarifvertrag Soziales eine wichtige Voraussetzung für gute Pflege und gute Arbeit wäre. Kulke forderte gemeinsam mit Elke Meyer auch eine Schulgeldfreiheit für alle Auszubildenden in der Pflege.
Zur Verbesserung der Bedingungen in der Pflege konnte Marco Brunotte über aktuelle Planungen für das Land Niedersachsen berichten. „Mit der Einführung einer solidarischen Umlagefinanzierung der Ausbildungsvergütung in der Altenpflegeausbildung wollen wir mehr Auszubildende gewinnen“, sagt der Landtagsabgeordnete, „außerdem wollen wir über eine Konvergenzphase die Pflegesätze erhöhen und für eine bessere Refinanzierung von guter Pflege sorgen.“ Leider sei Niedersachsen durch die Versäumnisse der abgewählten schwarz-gelben Landesregierung Schlusslicht bei Pflegesätzen. Dies solle mit neuen Mehrheiten schnell geändert werden. Gute Pflege brauche gute Rahmenbedingungen und eine ausreichende Refinanzierung.
Bei einer Begehung des Altenzentrums konnten sich die Besucher einen Einblick in die baulichen Gegebenheiten verschaffen.