Neue Idee mit erstklassiger Pianistin

Jessica Golatka (von links), Rabea Lachkham, Vera Jaksch und Susann Lichterfeld freuten sich über die rege Beteiligung beim Freundinnen-Abend im Nie´t Hus. (Foto: G. Gosewisch)

Freundinnen-Abend verhallte im Nie´t Hus

Kaltenweide (gg). Freundschaften zu pflegen erfordert Zeit, die im Alltag mit Job und Familie eingeteilt sein will. Mit dieser Erkenntnis fanden sich Rabea Lachkham, Susann Lichterfeld, Vera Jaksch, Claudia Rösler und Jessica Golatka im Verein „Bürger für Kaltenweide“ zusammen und entwickelten eine Idee: Ein Freundinnen-Abend soll Gelegenheit bieten, nicht nur bestehende Freundschaften zu pflegen, sondern auch neue zu finden und vergessene wiederzubeleben. „Der Abend soll vor allem Spaß machen“, erklärt Jessica Golatka und daher habe sich das Team Gedanken um den Ablauf gemacht. Ganz einfach und schnell sei die Idee gewachsen, einen Flohmarkt zu kombinieren, schließlich komme dabei jede mit jeder besonders schnell in das Gespräch. So geschehen in der vergangenen Woche. Im Dorfgemeinschaftshaus Nie´t Hus waren allerlei Fohmarkt-Stände aufgebaut. Zum Stöbern und Staunen gab es hübsche und ausrangierte Sachen, zum Anziehen oder zum Dekorieren. Nebenbei war ein Fingerfood-Büfett aufgebaut. Feinste Häppchen waren zu bestaunen und zu probieren – eine rundum gelungene Veranstaltung, die zudem noch mit einem außerordentlichen Programm aufwarten konnte. Pianistin Ekaterina Popova spielte eingängige klassische Stücke. Chopin Walzer mit bekannten Melodien ließen aufhorchen und bereicherten die Sinne, obwohl der Klang des bereitgestellten E-Pianos eigentlich keine Chance hatte. Beim Spiel merkte man der Pianistin an, wie sehr ihr die Töne missfielen. Sie hat schon auf vielen großen Bühnen der Welt gespielt, darunter das Moskauer Konservatorium, die St. Peterburger Philharmonie, die Steinwayhalle München oder das Teatro Civico in Italien. Neben ihrer Konzerttätigkeit arbeitet Ekaterina Popova als Klavierpädagogin. Sie ist Dozentin für Kammermusikbegleitung in der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Dass sie beim Freundinnen-Abend spielte, war ein Freundschaftsdienst unter Kita-Müttern.
Zahlreiche Besucherinnen waren bei der Premiere des Freundinnen-Abends dabei. Schade nur, dass im Nie´t Hus keine Behaglichkeit gegeben ist. Das Ambiente hat den klinischen Charme einer Abfertigungshalle. Zudem treibt die fehlende Akustik Stress-Sensoren auf Hochtouren. Im Gespräch ist das Wort des Nächsten schlecht zu verstehen. Geräusche potenzieren sich zu Raumkrach. Bei Zusammenkünften spricht jeder daher extrem laut, häufige Besucher des Nie´t Hus kennen diese Notwendigkeit schon.