Neue Lebensräume werden gestaltet

Große und kleine Naturschützer pflanzten gemeinsam eine Hecke. (Foto: S. Brodersen)

NAJU und Rudi-Rotbein-Gruppe pflanzten eine Hecke

Langenhagen. Begeisterung für Natur und Umwelt zu wecken, sie auf erlebnisreiche und spielerische Art näher zu bringen und so einen Grundstein für umweltgerechtes Handeln zu legen, ist ein zentrales Anliegen des Vereins Natur-Netz Niedersachsen, ein Zusammenschluss niedersächsischer Natur- und Umweltstiftungen, das eine praktische Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche durchgeführt hat.
Auch der NABU Langenhagen wurde im Rahmen dieser Aktion mit seiner Kinder- und Jugendgruppe aktiv und traf sich mit 19 Freiwilligen von sechs bis 74 Jahren, um gemeinsam Weißdorn und Heckenrosen zu pflanzen. Vier Teams kämpften sich mit Hilfe der Erwachsenen durch die dicke Krautschicht und hoben mit dem Spaten Löcher für die Pflanzen aus. Nach dem Pflanzschnitt konnten die Heckenrosen und Weißdornbüsche eingesetzt und festgedrückt werden. "Als jedes Teammitglied seine Rolle beim Pflanzen gefunden hatte, lief alles wie von selbst und ich wurde nur noch gefragt, was wohin sollte", freute sich Betreuerin Silke Brodersen über das Engagement der Kinder und Jugendlichen. Die lernten an diesem Nachmittag, dass die Hecke Lebensraum für viele verschiedene Tierarten ist. Die Blüten der Pflanzen dienen als Bienenweide, ihre Früchte im Herbst als Futter für Vögel. In der Hecke finden Igel und Feldhase Unterschlupf und Vögel brüten hier. Damit sich die gesetzten Pflanzen zu einer dichten Hecke entwickeln können, brachten die Jugendlichen Verbiss-Schutz an den Pflanzen an.
Zwischendurch gab es kleine Stärkungen mit Obst, Gemüse, Cake Pops und heißem Tee, die sich die Kinder bei so viel Engagement mehr als verdient hatten. Betreuerin Christine Pracht kümmerte sich besonders um die kleinsten Helfer, die schon geschickt mit dem Spaten umgingen und sagte: "Es ist toll zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder sich für den Naturschutz einsetzen." Die älteren Jugendlichen hängten sogar freiwillig eine weitere Stunde an die Aktion an und pflanzten die letzten Heckenrosen bis zum Einbruch der Dämmerung. Das Angießen übernahm NABU-Vorstandsmitglied Carsten Engelke, der auch das Grundstück zum Pflanzen der Hecke zur Verfügung gestellt hat. "In den nächsten Jahren werden wir gemeinsam mit der Rudi-Rotbein-Gruppe und der NAJU verfolgen, wie sich die Hecke entwickelt", kündigten die beiden Betreuerinnen abschließend an.