Neue Sporthalle im Sanierungsstau

Schachtarbeiten an der neuen Sporthalle Kaltenweide dauerten an: mehr als ein Jahr lang konnte das Abwasser-Problem nicht gelöst werden. (Foto: G. Gosewisch)

Damen-Duschen seit einem Jahr verschlossen

Kaltenweide (gg). Dass für sanitäre Anlagen in öffentlichen Gebäuden ein hoher Instandhaltungsaufwand betrieben werden muss, ist keine Überraschung. Wird der aufgeschoben, kommt es zu maroden Zuständen, wie just für das alte Schulzentrum öffentlich diskutiert, das ECHO berichtete. Dass nun auch die erst im Februar 2011 eröffnete und damit brandneue Sporthalle Kaltenweide (Baukosten: 2,8 Millionen Euro) im Sanierungsstau steckt, ist um so schlimmer: seit mehr als einem Jahr sind die Damen-Duschen nicht benutzbar und verschlossen. Hausmeister Günter Bernatek hat sich von Anfang an um das Problem gekümmert: „Das Wasser lief nicht richtig ab und hat sich so aufgestaut, dass es bis in den ersten Stock zurückgedrückt wurde. Dann standen die Duschen mit Abwasser unter Wasser.“ Als aufwendig beschreibt Bernatek die Ursachenforschung durch den zuständigen Fachdienst der Stadtverwaltung. Mit Kameras und Infrarot sei man unterwegs gewesen. Letztlich gab es einen Streit um die Zuständigkeit und die Gewährleistung mit dem Generalunternehmer, der aber nun beigelegt sei. „Keine Auskünfte zum Hintergrund“ gibt die Stadtverwaltung auf Anfrage des ECHOS mit Verweis auf ein laufendes Verfahren.
Besserung ist nun für August in Sicht. Der Hausmeister bestätigt: „Dann sollen die Duschen wohl wieder auf sein.“ Provisorisch hatten die Sportlerinnen im vergangenen Jahr die Dusche für Behinderte genutzt. „Für eine hohe Benutzerfrequenz ist die aber nicht ausgelegt und weil der Dampfdruck sehr hoch war, hat der Feuermelder immer wieder ausgelöst,“ erklärt Bernatek. Vielfach rückte die Feuerwehr an. „Daher haben wir umgebaut und den Feuermelder aus der ursprünglichen Damen-Dusche in die Behinderten-Dusche eingebaut“, sagt er. Froh ist Bernatek, dass nun wohl bald alles normal läuft – hoffentlich.