Neues Schwimmbad nimmt konkrete Formen an

Mehrheit im Ausschuss stimmt dem Entwurf zu

Langenhagen (dl). In der Sitzung des Betriebsausschusses Eigenbetrieb Bad, bisher kurz Badausschuss genannt, entschieden sich die Ausschussmitglieder mehrheitlich für die von dem beauftragten Ingenieurbüro Constrata vorgestellte Ausstattungsvariante des neuen Schwimmbades an der Theodor-Heuss-Straße. Diese sieht ein 25-Meter-Sportbecken mit sechs Bahnen bei Wettkämpfen und acht Bahnen für Trainingszwecke plus Tribüne vor. Des Weiteren ein Variobecken mit Hubboden für variable Wasserstände, ein Sprungbecken mit Sprunganlage als zentrales Element, eine in Schleifen nach außen führende Rutsche sowie ein Freizeitbecken mit Sprudelbereich, Strömungskanal etc. und last but not least ein Kinderbecken mit vielfältigen Spielmöglichkeiten. Das Ganzjahresbecken im Außenbereich erhält eine Verbindung zur Schwimmhalle ebenso wie die Terrasse, die einen Zugang zum Bistro in der Eingangshalle ermöglicht. Eine weitere Verknüpfung mit dem Außenbereich ergibt sich mit der Saunabar. Bis es allerdings soweit ist, müssen noch eine ganze Reihe offener Fragen und Anregungen abgearbeitet werden. So wies die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Christa Röder, auf die zunehmende Bedeutung des Gesundheitsbereichs in Verbindung mit der Nutzung des Variobeckens hin im Hinblick auf den zu erwartenden demografischen Wandel. Dieser Aspekt sei in der Planung ihrer Meinung nach noch zu wenig berücksichtigt worden. Dirk Musfeldt, Grüne, signalisierte zwar, den Beschluss mitzutragen, drückte aber auch seine Sorgen aus angesichts der hohen Kosten, nahe an der geplanten Obergrenze von 26,82 Millionen Euro. Außerdem mahnte Musfeldt für den Badbetrieb ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Energiekonzept an. Für die Verwaltung sicherte Stadtbaurat Carsten Hettwer dagegen den festen Willen zur Einhaltung der Kostenobergrenze zu. Das wird nicht ohne Abstriche in puncto Ausstattung und Größe des Bades möglich sein. So wird das ursprünglich geplante Sauna-Außenhaus nur dann zu realisieren sein, wenn es nicht den vorgesehenen Kostenrahmen übersteigt, und das wiederum dürfte schwierig werden. Das Gleiche gilt für den von Mirko Heuer, CDU, und dem Unabhängigen Wilhelm Behrens gemeinsam eingebrachten Antrag auf ein 50-Meter- Außenbecken. Dieser wurde von Mirko Heuer bereits im Verlauf der Sitzung zurückgezogen, weil sich das große Becken als unwirtschaftlich erwies. Stattdessen bevorzugt Heuer künftig ein kleineres 25-Meter-Freizeitbecken. Damit sei, durch die Erweiterung hin zu einem echten Freibad, eine größere Attraktivität des Bades verbunden. Behrens dagegen blieb bei seinem Plädoyer für das große Becken, deshalb wurde dieser Antrag an die Ratssitzung am nächsten Montag, 31. März, verwiesen, die sich überwiegend mit dem neuen Bad beschäftigen wird. Mit dem Hinweis auf die modulare Bauweise des Bades signalisierte die SPD allerdings, diesem Antrag aus Kostengründen nicht zuzustimmen. Auf Anfrage bestätigte Carsten Hettwer das Vorhaben der Verwaltung, dort zur Attraktivitätssteigerung des Bades gesundheitstherapeutische Praxen ansiedeln zu wollen. Eine Erweiterung des Gastronomieangebots auch außerhalb des Badebetriebes dagegen ist derzeit nicht vorgesehen und bleibt späteren Entwicklungen vorbehalten. Über die mögliche Zukunft des bisherigen Freibades Godshorn, das 15 Tage vor der Eröffnung des neuen Bades geschlossen werden soll, kann zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch keine Aussage gemacht werden.