Neujahrsempfang mit 200 Gästen

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Müller mit Kultusminister Bernd Althusmann (Fünfter von links) sowie weiteren Ehrengästen und Vorstandsmitgliedern. Foto: E. A. Nebig

Festrede von Kultusminister Bernd Althusmann

Langenhagen (ne). Nach zweijähriger Pause hatte der CDU-Stadtverband Langenhagen am vergangenen Sonntag wieder zu einem Neujahrsempfang im Forum eingeladen. Mehr als 200 Gäste waren der Einladung gefolgt und wurden vom Stadtverbandsvorsitzenden Ulrich Müller begrüßt. Unter den Gästen waren auch Kommunalpolitiker aus den Reihen anderer Parteien, so zum Beispiel der Ratsvorsitzende Wolfgang Kuschel (SPD). Der besondere Gruß von Ulrich Müller galt dem Festredner des Empfangs, Kultusminister Bernd Althusmann, ebenso dem 90-jährigen Sänger Gerhard Deege, der in der Seniorenresidenz Bachstraße lebt und die Gäste mit einem Gesangsvortag beeindruckte.
Musikalisch gekonnt umrahmt wurde die Veranstaltung vom Langenhagener Young Spirit Orchestra, das mit viel Beifall bedacht wurde. Den gab es auch für Gabi Spier, die Organisatorin des Empfangs, die Minister Althusmann für ihr 40-jähriges aktives Wirken in der CDU ehrte. 
Kritik übte der Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Müller in seiner Rede an der Mehrheit im Rat. Die müsse ihre Haushaltspolitik ändern, war einer seiner Kritikpunkte; diese werde über kurz oder lang zu Defiziten in Millionenhöhe führen. Sparen laute die Devise, so Müller. Zum Glück habe die CDU die geplante Landesgartenschau verhindern können, die bei einer Umsetzung das Haushaltsdefizit weiter in die Höhe getrieben hätte. Man müsse sich eben den Herausforderungen der Zukunft stellen, wenn man in Langenhagen andere Kommunalpolitik wolle, betonte Müller und forderte zu Einsparungen und der weiteren Haushaltskonsolidierung auf.  
In dem anschließenden Gastvortag sprach  Kultusminister Althusmann zum Thema „Herausforderungen im Bildungsland Niedersachsen“. Er erläuterte in seiner  launigen und persönlich gehaltenen Rede nicht nur die aktuellen Bestrebungen der Landesregierung in Sachen Schulbildung; vor allem der demographische Wandel und seine Herausforderungen für das niedersächsische Bildungssystem waren zentrale Punkte seines Vortags. So stellte sich Althusmann hinter die Entscheidung, vorschulische Bildung in sein Ressort zu übertragen und warb für das seiner Überzeugung nach erfolgreiche Modell Oberschule. Unter der Federführung seines Ministeriums sei die Arbeitsgemeinschaft Schulstruktur gegründet worden, die sich vor einem halben Jahr konstituiert habe, erläuterte der Minister. Diese AG habe bereits in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden ihre Arbeit aufgenommen und sei nun im Hinblick auf die demographische Entwicklung in Niedersachsen dabei zu prüfen, wie eine behutsame Fortentwicklung des Schulwesens zum Wohle der Schülerinnen und Schüler auf den Weg gebracht werden könne. Zudem sollen Antworten auf Forderungen nach noch mehr Flexibilität für die verantwortlichen Schulträger gefunden werden. Außerdem werde eine neue Verordnung über die Ausbildung und Prüfung von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst umgesetzt.