Neujahrskonzert für einen guten Zweck

Claus Holtmann (links) und Harald Sandmann danken dem Publikum im Theatersaal für den großen Applaus. (Foto: D. Lange)

Bürgerstiftung punktete mit dem Heeresmusikkorps

Langenhagen (dl). „Wir haben uns um das Konzert mit dem Heeresmusikkorps beworben“, erklärt Claus Holtmann, Initiator der Bürgerstiftung, „Wenn es um die gute Sache geht, dann spielt dieses großartige Orchester auch ohne Gage für uns.“ Es war das nunmehr elfte Neujahrskonzert der im Jahr 2006 gegründeten Bürgerstiftung (vormals Wir helfen! Stiftung) und immer mit guten Orchestern. So auch diesmal. Das Heeresmusikkorps Hannover unter der Leitung von Harald Sandmann ist, insbesondere in der großen Besetzung, ein symphonisches Blasorchester von hochprofessionellem Anspruch. Harald Sandmann ist in Langenhagen bekannt als musikalischer Leiter des hiesigen Blasorchesters. Alle Musiker, unter ihnen ehemalige Schüler der Musikschule Langenhagen auf der Bühne im Theatersaal unterzubringen, war sicher keine leichte Aufgabe, aber am Ende passte alles und das Orchester lieferte einen überzeugenden Beweis für seine Vielseitigkeit zwischen Tradition und Moderne ab. Auch die beiden Solisten begeisterten das Publikum. Mit einem versierten und druckvollen Klangkörper im Rücken wie dem Heeresmusikkorps geriet Rebecca Stracke`s Eiskönigin aus dem gleichnamigen Walt Disney-Film zu einem mitreißenden und stimmgewaltigen Werk, passend zur Jahreszeit. Auf ganz andere Art vermochte der zweite Solist sein Publikum zu überzeugen. Der Applaus bewies es. Frederic Haas am Vibraphon, auch ein Musikschüler aus Langenhagen, erinnerte mit seinem „Tribute to Lionel Hampton“ an den überragenden Vibraphonisten des Jazz. Auch er, ein Mann von sprühender Energie, der für Hannover spontan den „Eisbein-Boogie“ schrieb und dessen erste Takte im Goldenen Buch der Stadt Hannover zusammen mit seiner Unterschrift verewigt sind, genoss es, ein großes Orchester mit möglichst vielen Bläsern hinter sich zu haben. Zum furiosen Schluss nahm das Orchester „Unter vollen Segeln“ noch einmal Fahrt auf, bevor es mit dem „Radetzky-Marsch“ standesgemäß zu Ende ging.