Nicht benannt, sondern berufen

Mitglieder des Seniorenbeirates werden erstmals nicht gewählt

Langenhagen (ok). Das sei alles andere als optimal gelaufen, so das Eingeständnis einiger Politiker in der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt Langenhagen. Gemeint ist der Umgang mit der Seniorenbeiratswahl, die jetzt nicht über die Bühne gehen wird (das ECHO berichtete). Denn: Die Ratsmehrheit hat sich für den Verwaltungsvorschlag ausgesprochen, die Mitglieder des neuen Seniorenbeirates zu berufen. So heißt es jetzt in dem Text, in dem vorher noch benennen stand. Grund für die Satzungsänderung, die für diese Wahlperiode gilt: die geringe Bewerberzahl von 13, die jetzt allesamt berufen werden und im Seniorenbeirat mitarbeiten können. Beim nächsten Mal könne das ganz anders aussehen. Ein nächstes Mal wird es für eine enttäuschte Vorsitzende Christa Röder aber wohl nicht geben. Enttäuscht hat sie mit vier weiteren Mitstreitern schon angekündigt, dem nicht gewählten Gremium nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Steht der Seniorenbeirat, der 2006 ins Leben gerufen worden ist, jetzt möglicherweise vor der Auflösung? Bürgermeister Mirko Heuer will zunächst einmal abwarten, bis alle potenziellen Kandidaten angeschrieben worden sind und eine Rückmeldung gegeben haben. Und dann neu entscheiden. Auch mit wenigen Bewerbern sei eine Arbeit des Seniorenbeirats möglich; Quantität und Qualität stünden ja in keinem Zusammenhang. Er betonte, wie wichtig der Seniorenbeirat als Ratgeber des Rates der Stadt Langenhagen nach wie vor für ihn sei. Von fehlender Wertschätzung keine Spur. Und wer sich ehrenamtlich engagiere, könne das doch nicht vom Prozedere abhängig machen. Das in vielen anderen Städten übrigens so gang und gäbe sei. Als Zeichen der Anerkennung hat der Rat der Stadt Langenhagen für den Seniorenbeirat 100.000 Euro im Nachtragshaushalt bereit gestellt.