"Nicht erst anfangen, wenn es zu spät ist"

Wie verhalte ich mich richtig im Straßenverkehr? Das können die Kinder auf dem neuen Verkehrsübungsplatz in Ruhe lernen. (Foto: L. Schweckendiek)

Verkehrsübungsplatz bietet geschützten Raum zum Radfahren lernen

Langenhagen (ls). Vom Stoppschild bis zur „Rechts-vor-Links“ - Regel gibt es auf dem neuen Verkehrsübungsplatz für Fahrradfahrer in den Heestern seit Montag Verkehrsregeln zum Ausprobieren. 23 Schilder aus dem Straßenverkehr sollen Jung und Alt auf das Radfahren zwischen Autos und Fußgängern im echten Verkehr vorbereiten und den Blick für die Sicherheit im Straßenverkehr schulen. „Die Idee zu diesem Verkehrsübungsplatz ist dank des Langenhagener Polizeibeamten Dirk Schell entstanden. Seine Hartnäckigkeit hat den etwa ein Jahr währenden Prozess ermöglicht und so freuen wir uns nun, dass wir eine Kooperation zwischen Präventionsrat, Stadt und Polizei Langenhagen entstehen lassen konnten“, erzählt Justine Scharlé, Integrationsbeauftragte der Stadt Langenhagen und Mitglied des Präventionsrates. Für das Projekt sei eine Förderung von 1.000 Euro geflossen, die der Präventionsrat gut investiert wisse. Sinn des Übungsplatzes sei es, Fahrradfahren und Schilder verstehen in einem geschützten Bereich zu erlernen, so Andreas Alder, Kommissariatsleiter in Langenhagen. „Obwohl wir im letzten Jahr keine erhöhten Unfallzahlen zu verzeichnen hatten, ist es natürlich unser stetiger Wunsch, Verkehrsteilnehmer durch Prävention zu schützen. Wir wollen nicht erst anfangen zu lehren, wenn es zu spät dazu ist.“ Auch der Repair-Treff, der in Langenhagen schon seit einiger Zeit für die passende Fahrradausstattung für Jedermann sorgt, beteiligt sich an dem breit aufgestellten Projekt. „Damit auf dem Platz die Regeln ganz aktiv gelernt werden können, haben wir bereits sieben Fahrräder zur Verfügung gestellt, die von nun an zum Verkehrsübungsplatz gehören. Natürlich ist das für uns aber nicht die letzte Aktion in diesem Rahmen. Wir freuen uns über weitere Spenden, die wir für diesen Zweck aufarbeiten und weitergeben können.“ erzählt Uwe Gülke, Vorsitzender des Repair-Treffs. Auch als Vater und Vorstand des Schulelternrates sei er froh über die Möglichkeit, Kinder sicher auf den Verkehr vorzubereiten – und an der einen oder anderen Stelle veraltetes Wissen selbst nochmal aufzuarbeiten.