„Nicht nur Dichter und Denker, auch Tüftler und Erfinder“

Ministerin Ursula von der Leyen (links) weiß um die Wichtigkeit der so genannten MINT-Berufe genauso wie Volker Schmidt und Schulleiterin Irene Kretschmer.Foto: O. Krebs

Gymnasium: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen fördert RoboCup-AG mit 5.000 Euro

Langenhagen (ok). Die Zukunft liegt bei den MINT-Fächern; auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik kommt's weltweit an, wenn es darum geht, den Fachkräftemangel zu beheben. Schulen, die diese Fächer im Fokus haben, liegen der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, besonders am Herzen. Und deshalb förderte sie zusammen mit der Stiftung NiedersachsenMetall unter anderem das Gymnasium Langenhagen mit 5.000 Euro. „2.600 Stellen in diesem Bereich sind in der Region Hannover, das ist etwa ein Drittel aller freien Plätze. Ihr könnt die Welt verändern. Traut euch“, sagt Ursula von der Leyen. Deutschland sei eben nicht nur das Land der „Dichter und Denker“, sondern auch der „Tüftler und Erfinder“. Die Grundlagen würden in der Schule gelegt, im Studium fortgeführt. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer der NiedersachsenMetall, machte den jungen Leuten ebenfalls Mut: „Technik ist nicht schwer; jeder kann es, es hängt vom Zugang ab.“ „Eine Investition in die Zukunft bringt immer die besten Zinsen“, zitierte Schmidt den früheren amerikanischen Präsidenten Benjamin Franklin. Außer dem Gymnasium wurde auch die Grundschule am Goetheplatz mit 5.000 Euro bedacht; beide Schulen stellten in der Aula des Schulzentrums die Projekte vor, für die die Summe verwendet werden soll.
Die Grundschule will sich mit dem Geld spezielle Forscherräume einrichten; das Gymnasium investiert in ihre, auch auf internationalem Niveau, sehr erfolgreiche RoboCup-AG. Auf dem Wunschzettel steht neben Bauteilen und Werkzeug vor allen Dingen ein 3D-Drucker, der den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gibt, Formteile zur Befestigung von Sensoren selbst zu gestalten und anzufertigen. „Die Anschaffungen versetzen die Schülerinnen und Schüler in die Lage, selbstständig und kreativ an den Robotern zu arbeiten, macht deutlich, wie intensiv die Auseinandersetzung mit konstruktiven Fragestellungen ist und auf welch hohem Niveau dabei gearbeitet wird“, betont Fachlehrer Thorsten Behrens, Leiter der RoboCup-AG, die den Maschinen in verschiedenen Wettbewerben „Leben einhauchen“.