"Nicht nur zuschauen, sondern mittendrin sein"

Arbeiten alle für ein gemeinsames Ziel zusammen (von links): Lucjan und Björn Burchelt (Sohn und Vater), Carsten Krebs von eichels: Event, Deike Foorden und Patrick Friedrich, Thorsten Föllmer und Peter Kleinsorge sowie (kniend) Willi Sawatzki.

Langenhagener bei "Inklusion durch Sport" dabei

Langenhagen. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen: Acht Sportler mit und ohne Behinderung werden beim Maschsee-Triathlon am 5. September zeigen, wie leicht und unkompliziert „Inklusion durch Sport“ mit individueller Unterstützung sein kann. „Für uns gibt es keinen Leistungsgedanken, sondern einfach nur den Wunsch, bei einem sportlichen Ereignis zusammen Lebensfreude zu erfahren, denn das ist der größte Gewinn“, berichtet Peter Kleinsorge. Der Inklusionsbeauftragte der Stadt Langenhagen trainiert seit geraumer Zeit mit Thorsten Föllmer, der schwerstmehrfachbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Mit seinem Betreuer Willi Sawatzki von der GiB (gemeinnützige Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit) hat er dieses Jahr am Halbmarathon in Hannover teilgenommen – mit dem Ergebnis, dass der durchtrainierte Langenhagener seine vorläufige Bestzeit lief. „Thorsten und ich hatten unterwegs so viel Spaß; da hat offenbar alles gepasst.“
Diese Erfahrung mit anderen zu teilen, brachte Sawatzki, Föllmer und Kleinsorge schließlich auf den Plan, eine Staffelgruppe für den Maschsee-Triathlon zu gründen. Zu dem Läuferduo Föllmer/Kleinsorge gesellten sich schnell das Schwimmduo Danni Royani und Lars Kaste sowie das Radfahrerduo Patrick Friedrich und Deike Foorden. Dieser Funke sprang auch auf Björn und Lucjan Burchelt über. Sie werden am 5. September für alle drei Disziplinen an den Start gehen, schließlich sind sie in Sachen inklusiver Sport schon „alte Hasen“. Um auf die Krankheit Muskeldystrophie Duchenne hinzuweisen, unter der Lucjan leidet, waren die Stöckener schon bei diversen Sportveranstaltungen dabei.
„Wir wollen nicht nur zuschauen, sondern mittendrin sein“, erläutert Sawatzki die Idee von „Inklusion durch Sport“. Und das würden sie beim Maschsee-Triathlon am 5. September, bestätigt Carsten Krebs von eichels: Event. 500 Meter Schwimmen, 20,6 Kilometer Radfahren und schließlich fünf Kilometer Laufen sind die Strecken, auf die sich Hunderte Sportler beim Volkstriathlon begeben werden. Mitten unter ihnen sind dann vier inklusive Teams. Vorerst, denn noch bis zum 31. August können sich Interessierte anmelden, lädt auch Krebs zum Nachahmen ein. „Diese inklusiven Sportteams leisten etwas ganz Besonderes.“