Nimm Platz am Klavier

Aktive der Offenen Gesellschaft Langenhagen beim Bau des „Klavierhauses“ am Langenhagener Marktplatz (von links): Renate Siebler, Jürgen Köhler, Georg Obermayr und Torsten Döring. (Foto: A. Hesse)

Die Stadt Langenhagen bekommt ein offenes Klavier

Langenhagen. Musik berührt nahezu alle Menschen – egal ob jung oder alt, arm oder reich, unabhängig von Sprache, Herkunft, Religion und Nationalität. Wenn Menschen gemeinsam musizieren, singen, tanzen oder einfach nur zuhören und die Atmosphäre genießen, ist vieles von dem, was sie zu trennen scheint, aufgehoben.
Diesem verbindenden Gedanken folgt die Initiative Offene Gesellschaft Langenhagen: In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Langenhagen stellt sie in den kommenden Sommermonaten ein offenes Klavier auf dem Marktplatz bereit. Von Ende Mai an ist dieses Klavier, das von einem Sprayer farbenfroh gestaltet wurde, tagsüber allen Menschen in der Stadt zugänglich, um sie über die Musik miteinander in Kontakt bringen.
Zur Einweihung des offenen Klaviers konnte Matthias Brodowy, nach eigenem Bekunden „Vertreter für gehobenen Blödsinn“, gewonnen werden. Er hält die Idee eines offenen Klaviers für großartig und unterstützt sie gerne. Am Donnerstag, 31. Mai, um 18 Uhr wird sich der hannoversche Kabarettist und Pianist als erster an die Tasten setzen – alle Interessierten aus Langenhagen und Umgebung sind dazu herzlich eingeladen. Im Anschluss an den Auftritt von Matthias Brodowy sind dann auch beim offenen Singen am Klavier Gäste herzlich willkommen.
„Ein offenes Klavier für Langenhagen ist eine wunderbare Idee“, sagt auch Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer. Er freut sich auf das Eröffnungsfest und hofft, dass das Musikinstrument auch in den darauf folgenden Monaten von vielen genutzt wird: „Das ist eine schöne Bereicherung für unseren Marktplatz.“
Um das Klavier vor Regen und zu viel Sonne zu schützen, haben Mitglieder der Offenen Gesellschaft in enger Abstimmung mit dem Langenhagener Rathaus in den vergangenen Tagen am Rande des Marktplatzes eine stabile Hütte gebaut, in der das Instrument nachts und bei Regen sicher steht. Dieses „Klavierhaus“ wird rechtzeitig vor dem Einweihungsfest mit Matthias Brodowy ebenfalls künstlerisch gestaltet; eine Hinweistafel gibt Erklärungen zu dem Projekt.
Ursprünglich stammt die Idee des offenen Klaviers von dem britischen Künstler Luke Jerram („Play me, I‘m yours“). Vor zehn Jahren feierte er mit seinem ersten Street Piano in Birmingham Premiere und fand damit weltweit Anklang. Bis heute haben 55 Städte in vielen Ländern – unter anderem München und New York – seine Idee mit rund 1.850 Klavieren im öffentlichen Raum aufgegriffen und damit zahlreiche Menschen erreicht. So soll es auch in Langenhagen werden: Die Offene Gesellschaft Langenhagen plant regelmäßige Termine für das offene Singen am Klavier, darüber hinaus Konzerte auf dem Marktplatz und voraussichtlich auch im CCL.
Informationen zum offenen Klavier und zur Offenen Gesellschaft Langenhagen sind zu finden auf www.offene-gesellschaft-langenhagen.de.