Noch kein Weihnachtsgeschenk?

Empfiehlt den informativen und unterhaltsamen Kalender mit Tradition: ECHO-Redakteur Oliver Krebs.Foto: E. A. Nebig

Der neue Alt-Hannoversche Volkskalender 2011 bietet viel Wissenswertes

Langenhagen/Wedemark (ne). Jetzt erschien das beim Heimatbund Niedersachsen und im Buchhandel erhältliche traditionsreiche Heimatbuch „Alt-Hannoverscher Volkskalender auf das Jahr 2011“. Es eignet sich gut als Weihnachtsgeschenk. Erschienen ist er im Verlag Plenge & Sohn, Sulingen und kostet acht Euro. Die erste Ausgabe dieses Buches mit Kalendarium, das jetzt im 139. Jahrgang vorliegt, erschien „mit Zustimmung“ des letzten Königs von Hannover, Georg V. Der Band ist mehr als ein Kalender, nämlich ein reich illustriertes, heimatverbundenes Jahr-Buch für die ganze Familie. Es umfasst 128 reich bebilderte Seiten. Ruth Breyer aus Diepholz hat wieder interessante Beiträge von Autorinnen und Autoren aus ganz Niedersachsen – darunter Vorstandsmitglieder des Heimatbundes Niedersachsen – zu einem bemerkenswerten Band zusammengestellt. Diesem Stamm der Getreuen sei es zu verdanken, dass der Volkskalender auch noch im 21. Jahrhundert erscheine, sagt sie. Er enthalte ein interessantes Kalendarium samt Vorbemerkungen zu wichtigen Ereignissen. Zum Beispiel ein Verzeichnis der alten und heutigen Monatsnamen sowie der beweglichen Feste bis 2021, kirchliche Hinweise und eine Stammtafel der Welfen. Vor allem aber mehr als 30 interessante Aufsätze zur Landes- , Kirchen- und Geschichte des Welfenhauses. Buchbesprechungen und eine Vielzahl kleiner Beiträge machen den Kalender informativ und unterhaltsam. Einer der größeren Beiträge befasst sich mit der Herzogin Elisabeth von Calenberg, die vor 500 Jahren geboren wurde. Ein anderer mit dem Königreich Westphalen, das Kaiser Napoleon als Modellstaat schuf und zu dem auch Langenhagen und die Wedemark als eigenständige Cantone gehörten. Weitere Aufsätze beschäftigen sich mit Hermann Löns, der unter anderem den Muswillensee im Bissendorfer Moor beschrieb sowie dem Raten und Besprechen bei Krankheiten. Auch der ehemaligen Bischöfin und EKD-Vorsitzenden Margot Käßmann, der „Kirchenfrau im Medienzeitalter“, ist ein Aufsatz gewidmet. Ausführlich wird auch über den 30. Tag der Niedersachsen 2010 in Celle berichtet und zudem das Plattdeutsche gepflegt. Viel Wissenswertes für Landwirte und Bewohnerinnen und Bewohner des ländlichen Raums runden die Informationen ab.