Nordiren auf Entdeckungsreise

Die nordirischen Gäste und die IGS-Schüler trafen sich in der Aula mit ihren Lehrerinnen Isabel Wagemann-Steidel (links) und Marion Lübbeke rechts. (Foto: G. Gosewisch)

IGS bietet Einblick in Schule und Berufswelt

Langenhagen (gg). 19 Schüler aus Nordirland sind nun an der IGS zu Gast, haben ihre Unterkunft bei Langenhagener Gastfamilien bezogen. Im Rahmen der so genannten „UK-German-Connection“, einem zehntägigen Schüleraustausch, sollen Sprachkenntnisse vertieft und Kulturverständnis erworben werden. Auf dem Programm für die Gäste steht daher der Besuch des normalen Unterrichts an der IGS. Auch für die Freizeitgestaltung wurde gesorgt, mit einem Gemeinschaftsbesuch im Stadion von „Hannover 96“, einem Ausflug nach Hamburg und vielem mehr. Aber damit nicht genug, an drei Tagen absolvieren die jungen Nordiren, die meisten sind 15 Jahre alt, ein Kurzpraktikum in einem hiesigen Betrieb. Die Organisatorinnen Isabel Wagemann-Steidel (IGS) und Marion Lübbeke (Deutschlehrerin am St.Columb´s College in Derry) werden von Kolleginnen unterstützt. Sie koordinieren die Praktikumsplätze und geben den Schülern besondere Anleitung. Dazu gehörte am Montag vor Arbeitsantritt eine Erklärung der Umgangsformen. Pünktlich und verlässlich sein sei ebenso zu befolgen, wie die angemessene aufrechte Körperhaltung – so eine der vielen Anweisungen. „Seit fünf Jahren lernen die Schüler deutsch. Natürlich wird es im Praktikum dennoch schwierig mit der Verständigung“, erklärt Marion Lübbeke mit Erfahrung, denn an der IGS hat ein solcher Schüleraustausch mit Praktikum bereits zwei Mal stattgefunden. Die Wirkung auf die Schüler sei dennoch groß und sehr positiv, bestätigt Isabel Wagemann-Steidel. Vielfältig ist die Auswahl der Branchen, die den Schülern für den Praktikumsplatz zur Auswahl standen, darunter der Flugzeug-Turbinen-Spezialist MTU, die Polizei, die Apotheke, die Rechtsanwaltskanzlei, die Physiotherapie-Praxis oder die Redaktion des Langenhagener ECHO. „Die Schüler dokumentieren mit Berichten ihre Tätigkeit, sammeln ganz besondere Erfahrungen. Das wird von den Eltern als wertvoll angesehen“, betont Marion Lübbeke. Die gebürtige Langenhagenerin lebt seit 30 Jahren in ihrer Wahlheimat Nordirland, kennt „die Haltung der Iren, die den Deutschen gegenüber im Allgemeinen nicht besonders aufgeschlossen ist“.