Nützliches Prinzip bewährt sich

Gut organisiert ist die Arbeit in der DRK-Kleiderstube. Die Ehrenamtlichen kamen zu einer kleinen Feierstunde zusammen. (Foto: G. Gosewisch)

Fünfjähriges Bestehen der DRK-Kleiderstube

Engelbostel (gg). Seit fünf Jahren gibt es die DRK-Kleiderstube an der Wilhelm-Hirte-Straße 29. Grund genug für die Leiterin Cornelia Mattutat einmal inne zu halten. „Danke sagen ist mir wichtig“, sagte sie bei der kleinen Zusammenkunft der Helferinnen in der vergangenen Woche. 20 Damen im Alter zwischen 55 und 80 Jahren sind ehrenamtlich in der DRK-Kleiderstube aktiv. Zu den Öffnungszeiten dienstags von 10 bis 12 Uhr, mittwochs von 16 bis 18 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr sortieren sie gespendete Waren, darunter Bekleidung, Schuhe, Elektro-Kleingeräte Bücher, Geschirr oder Taschen. Kunden können zu kleinen Preisen kaufen, maximal vier Euro sind zu zahlen. „So wird ein Überschuss erwirtschaftet, mit dem die Miete bezahlt wird“, erklärt Cornelia Mattutat und erinnert an die Verdienste der vor einigen Jahren verstorbenen Birgit Scheer, die sich für günstige Konditionen beim Vermieter eingesetzt hatte. Sie hatte damit den Umzug der DRK-Kleiderstube, die früher an der Hannoverschen Straße zu finden war, möglich gemacht. „Dort gab es nur 63 Quadratmeter und einen winzigen Sortierraum. Damit kamen wir gar nicht mehr zurecht“, erinnert sich Cornelia Mattutat, die mit Stolz auf das große Sortiment schaut. Maximal 15 Teile sind pro Einkauf zu erwerben. Wiederverkäufer sind ausgeschlossen. Wichtig zu wissen sei, so der Hinweis von Conelia Mattutat, dass jedermann in der DRK-Kleiderstube einkaufen kann. Der soziale Hintergrund sei in Engelbostel unter den Kunden total gemischt. Jeder finde irgendetwas Schönes. Das bestätigt Bettina Auras, die sowohl in ihrer Funktion als Ortsbürgermeisterin als auch aus DRK-Mitglied zur Feierstunde kam. Nach ihrer Gratulation an Cornelia Mattutat schaute sie schnell noch selber in den Regalen nach T-Shirts. Sie sagt: „Jeder kennt das. Wenn sich die Figur ändert oder wenn es andere Trends gibt, sortiert man im eigenen Schrank aus. Hier werden tolle Sachen gespendet. Was der eine nicht mehr braucht, gefällt dem nächsten.“ Lob für das Prinzip gibt es auch von Doris Lange, zuständig für den städtischen Sozialbeartungsdienst. Sie sagt: „Die DRK-Kleiderstube ist total wichtig. Es gibt noch das Angebot der Johanniter in Langenhagen, aber das allein würde gar nicht reichen.“