Nur bis acht Stunden beitragsfrei

Zusatzgebühr für Früh- und Spätdienste

Langenhagen (ok). Das Land Niedersachsen hat es beschlossen, die Stadt Langenhagen setzt es um: Ab dem dritten Lebensjahr bis zur Einschulung müssen Eltern keine Beiträge mehr in den Betreuungseinrichtungen zahlen. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Geht die Betreuung über acht Stunden hinaus – etwa bei Früh- und Spätdiensten in der Ganztagsbetreuung – wird weiterhin eine Zusatzgebühr erhoben. Die Beteiligung an den Kosten der Verpflegung bleibt hiervon unberührt. Durch die Beitragsfreiheit bleiben etwa 373.000 Euro an Einnahmeausfällen ungedeckt, müssen von der Stadt Langenhagen getragen werden. Aus Mitteln des Bundes soll ein Härtefallfonds in Höhe von 48 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Für Langenhagen würden nach einem Berechnungsbeispiel zusätzliche Einnahmen aus dem Fonds in Höhe von rund 354.400 Euro zustande kommen. Der Eigenanteil der Kommune liege dann etwa bei 18.700 Euro. Sollte sich der Rat der Stadt Langenhagen in seiner Sitzung am Mittwoch, 27. Juni, ab 18.30 Uhr im Ratssaal für eine Gebührenfreistellung der Früh- und Spätdienste entscheiden, verlöre die Stadt Langenhagen ohne Gegenfinanzierung weitere 66.000 Euro. Oder anders gesagt: Diese Mehrausgaben für nichtstädtische Kitas entstünden.