Nur einer bekommt das Geld

Ratsmehrheit lehnt Zuschüsse für DRK-Familienzentrum im Weiherfeld ab

Langenhagen (ok). Beide leisten unbestritten gute Arbeit, aber nur einer bekommt Zuschüsse. So haben in der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt Langenhagen jedenfalls SPD, FDP und Grüne gegen die Stimmen der CDU in Sachen Familienzentren im Weiherfeld entschieden, damit einen Antrag der Christdemokraten auf finanzielle Unterstützung der DRK-Einrichtung abgelehnt. Aus Sicht von Susanne Schott-Lemmer völlig unverständlich, existierten doch beide Einrichtungen gut nebeneinander und machten sich keinesfalls Konkurrenz. Und auch im Jugendhilfeausschuss hätten sowohl die AWO als Betreiberin als auch das DRK einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Susanne Schott-Lemmers Fazit: Gut angenommen, steigende Tendenz, große Akzeptanz und gut für das Baugebiet." Schott-Lemmer machte deutlich, dass das DRK ohne den vergleichsweise geringen Zuschuss von 12.000 Euro seine Arbeit nicht fortsetzen können. Schott-Lemmer: "So sieht jedenfalls keine Familienfreundlichkeit aus!" Irina Scharnowski (SPD) widersprach dieser Darstellung allerdings energisch, hob hervor, dass die SPD mit vielen Projekten wie etwa Obstapje und den Familienhebammen, aber auch mehr Krippen- und Horttplätzen an der daran arbeite, die Familienfreundlichkeit weiterzuentwickeln. Allerdings tue sich ihre Fraktion schwer damit, an einem Ort zwei Einrichtungen zu fördern, während andere Kitas verzichten müssten. Irina Scharnowski: "Wir dürfen nicht vergessen, dass auch andere Stadtteile von den Familienzentren profitieren würden. Hier sind wir als Rat der Stadt Langenhagen gefordert." Das sah der FDP-Fraktionsvorsitzende Bernd Speich genauso, lehnte den Antrag der CDU daher mit "argen Bauchschmerzen" ab.