Nur immer einen Millimeter weiter

Haben sich richtig in das Projekt "Campingausflug"reingekniet: die Achtklässler Leo (vorn links) und Zahi sowie Aylina (hinten von links), Chiara und Zarife. (Foto: O. Krebs)

Achtklässler mit "Campingausflug" beim internationalen Filmfestival dabei

Langenhagen (ok). Viele Einzelbilder – etwa zwölf pro Sekunde – die zusammengesetzt einen so genannten Stop-Motion-Kurzfilm. Für die Achtklässler des Wahlpflichtkurses Medien von Lehrer Jens Aschenbrennner hat das im vergangenen Schuljahr eine Menge Detailarbeit, aber auch viel Spaß bedeutet. Einstellungsgrößen und Perspektiven mussten stimmen. Und vor allen Dingen: Die zündende Idee für einen etwa 40 Sekunden langen Kurzfilm musste erst einmal her, denn ohne eine spannende Story ist auch ein sehr gut gemachter Film nur halb so viel wert: Gesagt, getan: Zarife, Chiari, Zahi, Aylina und Leo machten sich ihre Gedanken und ließen ein Pärchen einen Campingausflug machen. Nur das allein ist natürlich ein bisschen dröge, reicht nicht, die Zuschauer von ihren Sitzen zu reißen. Also musste Action her. Und ein Bär, der das Pärchen überfällt, sollte es sein. Klingt nach einer richtig spannenden Story. Ist es auch, sogar mit einem Happy-End, so viel sei verraten. Der Kurzfilm ist so gut, dass er aus 3.007 Bewerbungen aus 54 Ländern für den Wettbewerb beim Internationalen Film-Festival Up-and-Coming. Der Film wird zwischen dem 23. und 26. November im Pavillon in Hannover gezeigt; der Wahlpflichtkurs fährt natürlich hin. Und kann dann selbst sehen, wie mit relativ einfachen Mitteln ein tolles Kunstwerk entstanden ist. Nicht nur Legofiguren und ein  Plüschbär gehören zur Requisite; das Bühnenbild ist selbstgemalt und auch die ausgeschnittenen Bärenspuren wirken täuschend echt. Gearbeitet haben die Jugendlichen mit dem speziellen Programm I-Movie auf einem Mac; die Dauer jedes einzelnen Bildes – rund 500 verschiedene waren nötig – stellten sie selbst ein. Die Kameraposition blieb dagegen fest. "Bei jeder Sequenz haben wir nur einen Millimeter verändert", erzählt Zahl. Kombiniert mit der Hintergrundmusik ein tolles Werk. Jetzt freuen sich die Jugendlichen und auch ihr Lehrer auf die Vorführung des Kurzfilmsauf der großen Leinwand im Pavillon.