„Nur nicht bequem“

Mit bürgerschaftlichem Engagement setzt Christa Röder ihre ehrenamtliche Arbeit fort. (Foto: G. Gosewisch)

Christa Röder feierte 75. Geburtstag

Engelbostel-Schulenburg (gg). Im Kreis zahlreicher Wegbegleiterinnen feierte Christa Röder ihren 75. Geburtstag – mit dörflichem Charme im Gasthof Tegtmeyer. Sie ist seit mehreren Jahrzehnten ehrenamtlichen engagiert und wurde im Jahr 2002 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens geehrt. Als gelernte Kinderkrankenschwester bekam Christa Röder zunächst im von ihr mitgegründeten Berufsverband der Kinderkrankenpflege Zugang zur Interessenvertretung. „Politisch Einfluss zu nehmen war in den 70er Jahren für Frauen keine Selbstverständlichkeit“, sagt sie rückblickend. Aus „der Ecke der abgestempelten Frauenpolitik“ rauszukommen und für die Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen einzustehen zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeit. Sie war unter anderem von 1975 bis 1989 Vorstandsmitglied der Europa-Union, von 1996 bis 2002 Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachsen und von 2000 bis 2010 Vorstandsmitglied der Landesmedienanstalt. Parallel zur Ratsmitgliedschaft war sie von 1981 bis 2006 Ortsbürgermeisterin in Schulenburg und von 2001 bis 2006 stellvertretende Bürgermeisterin in Langenhagen. Für ihre Verdienste erhielt sie die Goldene Ehrennadel der Stadt. Seit 2010 hat Christa Röder den Vorsitz im Seniorenbeirat inne, seit 2012 ist sie Vorstandsmitglied des Landesseniorenbeirates Niedersachsen. Örtlich liegen ihr das DRK, der MTV, der Landfrauenverein und die Johanniter am Herzen, die sie als förderndes Mitglied unterstützt. Innerhalb der Langenhagener Kulturstiftung bildet der Arbeitskreis GLIEM (Ganz Langenhagen ist ein Museum) ihren Hauptaufgabenbereich. „Man ist nicht da, um bequem zu sein“, sagt Christa Röder, betont jedoch, dass sie sich durchaus auch Freizeit verordnet. Bierernst geht es dabei nicht zu, was Gratulantinnen aus dem Walking-Treff oder der Gymnastik-Gruppe bestätigen. Renate Friedrich (dritte stellvertretende Bürgermeisterin) erinnert sich gerne an gemeinsame Motorrad-Ausflüge. Christa Röder sei fleißig und beharrlich, aber auch humorvoll und offen, bestätigt Ulrike Jagau (zweite stellvertretende Bürgermeisterin). „An neuen Themen und neuen Aufgaben wird es nicht mangeln“, sagt Christa Röder mit Blick auf die Zukunft - solange die Gesundheit mitmacht.