„Nur zusammen geht etwas“

Die Orts- und Stadtbrandmeister geben ihrem Kollegen Jens Heindorf genauso wie Bürgermeister Friedhelm Fischer die besten Wünsche mit auf den Weg. Foto: O. Krebs

39-jähriger Jens Heindorf führt jetzt die Freiwillige Feuerwehr Langenhagen

Langenhagen (ok). In Langenhagen ist er zwar erst seit sechs Jahren, fühlt sich nach eigener Aussage aber in der Flughafenstadt schon zu Hause. Das hänge sicher auch mit seinem Engagement bei der Feuerwehr zusammen, ist Jens Heindorf (39) überzeugt. Und das wird in Zukunft nicht geringer ausfallen, denn Heindorf übernimmt ab Dienstag für sechs Jahre den Job des Ortsbrandmeisters der Freiwilligen Feuerwehr Langenhagen. Der Wechsel ging nicht reibungslos über die Bühne, in einer Kampfabstimmung setzte sich Heindorf gegen seine Vorgängerin Regine Rust-Wegener durch. Doch Jens Heindorf blickt nach vorn, nicht zurück, hat seine eigenen Vorstellungen, was die Führung der etwa 75 Mitglieder starken Feuerwehr angeht. Wichtig ist für ihn an erster Stelle der Teamgedanke und der Zusammenhalt, denn „nur zusammen geht etwas“. Die Brandschützerinnen und Brandschützer in der Kernstadt – die Freiwillige Feuerwehr fährt durchschnittlich einen Einsatz pro Tag – will er nach einem neuen Konzept organisieren; so sollen zum Beispiel Fachgruppen aufgebaut werden, die dann miteinander arbeiten. Ansätze, die er aus Hahausen im Landkreis Goslar kennt, denn da ist Jens Heindorf aufgewachsen und hat sich seine ersten Meriten als Feuerwehrmann verdient. Noch heute ist Heindorf, den es beruflich nach Langenhagen verschlagen hatte und der bei der Autobahnmeisterei seine Brötchen verdient, als Ausbilder für Gefahrgut in seiner alten Heimat tätig. Sein „Lehrherr“, Gemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau, war zusammen mit Heindorfs Vater extra zur Vereidigung ins Langenhagener Rathaus gekommen, und freut sich über den Aufstieg seines Zöglings, der sich offensichtlich gut in Langenhagen integriert habe. Die erste wichtige Aufgabe im neuen Amt steht schon an diesem Wochenende an: Zusammen mit seinem Stellvertreter Wolfgang Hofmann fährt er nach Karlsruhe, um eine neue Drehleiter zu holen. „Sie fahren als Zugführer und kehren als Ortsbrandmeister zurück“, beschrieb Bürgermeister Friedhelm Fischer den Karrieresprung bei der Vereidigung.