Nutzung des Rodelbergs ist weiterhin möglich

Ortsrat stimmt der Änderung des Landschaftsschutzgebiets am „Waldkater“ zu

Krähenwinkel (dl). Die Waldgaststätte „Waldkater“ in Kaltenweide/Maspe war bereits kurz nach dem Krieg ein Gartenrestaurant und ist seitdem ein, insbesondere in den Sommermonaten bei Radfahrern, Reitern und Spaziergängern überregional bekanntes und beliebtes Ausflugsziel. Mit der Einrichtung des Landschaftsschutzgebiets (LSG) Wietzetal im Oktober 1998 durch den damaligen Landkreis Hannover aber stand der Fortbestand des Waldkaters plötzlich auf der Kippe. Nicht nur, dass heute niemand mehr die Grenzziehung des LSG der damals zuständigen Behörde quer durch das Grundstück nachvollziehen kann, gleichzeitig wurde damit dem Waldkater im Prinzip auch die Existenzgrundlage entzogen. Jegliche Erweiterungsvorhaben mit dem Ziel, ein Angebot vielfältiger Freizeitmöglichkeiten zu schaffen, um damit die Gaststätte für die Ausflügler attraktiver zu gestalten und den gestiegenen Anforderungen anzupassen, scheiterten an den strengen Regelungen des Landschaftsschutzgebiets und des geltenden Waldrechts. Das führte dazu, dass in den wenigen schönen Sommermonaten der Waldkater für die Ausflügler nicht mehr attraktiv genug und damit für die in der Folge häufig wechselnden Pächter auf Dauer nicht rentabel zu betreiben war. Im Jahr 2011 hat die IMV GmbH Garbsen die Waldgaststätte mit Grundstück erworben und mit einigem Aufwand ein Behinderten-WC geschaffen, eine Küchenerweiterung und einen Wintergarten errichtet. Im Außenbereich entstand ein Streichelzoo und ein Kinderspielplatz. Allerdings seien die erforderlichen Genehmigungen dazu laut einer Informationsdrucksache der Region für diese Maßnahmen weder beantragt noch erteilt worden. Entsprechend erforderliche Verwaltungsverfahren wurden eröffnet und zwischenzeitlich abgeschlossen, heißt es dort weiter. Jetzt aber ist Bewegung gekommen in das seit mehr als zwei Jahren laufende Verfahren, denn es besteht weitgehend Einigkeit darin, im öffentlichen Interesse den langfristigen Betrieb des Waldkaters zu sichern, was aber ohne eine Verlegung der LSG-Grenzen nicht möglich wäre. Daher befürwortet die Region als untere Naturschutzbehörde das vorgelegte Konzept zur Löschung der betreffenden Flächen aus dem LSG-H 12. Die Ortsräte von Kaltenweide und Krähenwinkel haben mittlerweile jener Änderung der Landschaftsschutzgrenzen zugestimmt, die seit 2011/2012 gemeinsam mit der Region Hannover als Wald- und Naturschutzbehörde, mit den Regionsfraktionen, der Stadt Langenhagen und den Betreibern verhandelt wurden. Das Ergebnis liest sich wie folgt: Eine 5.007 Quadratmeter große Teilfläche des Waldkatergrundstücks wird aus dem LSG heraus genommen, dafür soll als Ausgleich eine 1.629 Quadratmeter große Fläche mit einem wertvollen Laubmischwald westlich des Wintergartens in das LSG mit aufgenommen werden. Das entstehende Flächendefizit wird durch eine Fläche mit Baumallee und dem Rodelberg auf Krähenwinkeler Gebiet südlich des Waldsees ausgeglichen. Daher musste auch der Ortsrat Krähenwinkel den Änderungen zustimmen. Eine Nutzung des Rodelbergs als Naherholungsgebiet sei dennoch weiterhin so wie bisher möglich. Der Flächenausgleich für die Neuabgrenzungen des LSG und die Nutzung der Gaststätte mit den geplanten baulichen Maßnahmen machte eine Waldumwandlungsgenehmigung nach der nieders. Wald- und Landschaftsordnung in Form einer Ersatzaufforstung notwendig. Dazu ist in Abstimmung mit der Region eine 5.000 Quadratmeter große Fläche in der Gemeinde Burgwedel bei Wettmar vorgesehen.