Oftmals an die Grenzen gelangt

Ein Feuerwerhrfahrzeug ist mit Spiegeln etwa drei Meter breit; da ist oft wenig Platz.

Engstellen für die Feuerwehr in Langenhagens Straßen unter die Lupe genommen

Langenhagen. Das Thema "Parksituation in Langenhagen" ist nicht neu und begegnet den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr immer wieder im alltäglichen Einsatzgeschehen. Ortsbrandmeister Jens Heindorf hat sich nun dafür entschieden ein bis zwei Kontrollfahrten im Jahr im Stadtgebiet anzugehen. Dabei soll das Hauptaugenmerk auf problematische Parksituationen liegen, bei denen die Feuerwehr mit ihren tonnenschweren Fahrzeugen Probleme hat Einsatzstellen zu erreichen. Besonders das Drehleiterfahrzeug muss gezielt in Stellung gebracht werden, um bestimmte Ziele erreichen zu können.
Jetzt hat Heindorf Boris Ehrhardt – bei der Stadtverwaltung für ruhenden und fließenden Verkehr zuständig – zu einer Fahrt auf der Drehleiter eingeladen. Gut eine Stunde ging es durch das Stadtgebiet, hierbei hatten sowohl Erhardt als auch Heindorf mehrere Anlaufstellen auf ihrer Liste. Straßen wie "Im Hohen Felde" oder die "Vogel-Siedlung" sind bekannte Punkte, an denen die Feuerwehr oftmals an die Grenzen gelangt. Im gemeinsamen Gespräch wurde diskutiert, welche Möglichkeiten der Verwaltung bestehen, um die Situation zu verbessern.
Aber nicht nur die Verwaltung kann der Feuerwehr Hilfestellung leisten. Die Bürger Langenhagens sind ebenso angehalten über ihren gewählten Parkplatz nachzudenken, ob dadurch nicht vermeintliche Rettungswege beeinträchtigt werden. Ein Feuerwehrfahrzeug ist in der Regel etwa 2,50 Meter – Spiegel eingerechnet sogar mehr drei Meter – breit und mehrere Meter lang. In Parksituationen wie zum Beispiel im Allerweg verwandeln die abwechselnd links und rechts parkenden Fahrzeuge die Straße in einen engen "Slalom-Parcours" für die Feuerwehr. Hier helfen ausreichend gewählte Abstände weiter. Auch das Parken kurz vor Kreuzungen ist für die Feuerwehr oftmals hinderlich, da die großen Laster mehr Platz zum Abbiegen benötigen. Erste Maßnahmen sind beschlossen worden: Am Buschlamp sind bereits Halteverbote eingerichtet worden; an Stichstraßen soll noch weiter geprüft werden.
Am Wohldamm sollen die nahe der Fahrbahn stehenden Findlinge versetzt und die straßenbegleitenden Bäume zurückgeschnitten werden.
Im Hohen Felde wird geprüft, ob ein Teil der Fahrbahn mit Halteverboten belegt werden kann, um dort nur noch versetztes Parken zuzulassen. Und zu guter Letzt Stadtweg: Vor dem Hintergrund, dass diese Straße – nach Inbetriebnahme der Feuerwache Engelbostel-Schulenburg – komplett ausgebaut werden soll, wird zunächst geklärt, inwieweit durch eine Entfernung der Parkflächenmarkierung eine kurzfristige Verbesserung der Parksituation herbeigeführt werden könnte.