„Ohne Handy bin ich ...“

Mirko Heuer (links) und Holger Baumert vollzogen die feierliche Eröffnung des Julius-Clubs gemeinsam mit den Jugendlichen. (Foto: G. Gosewisch)

Bürgermeister Mirko Heuer eröffnete Julius-Club

Langenhagen (gg). Mit einer kleinen Feier wurde nun in der Stadtbibliothek an der Schützenstraße der Julius-Club eröffnet, ein besonderes Lese-Angebot für Jugendliche zwischen elf und 14 Jahren. Mit Unterstützung der VGH-Stiftung und der Bücherei-Zentrale Niedersachsen stehen einhundert Buchtitel kostenlos zum Ausleihen bereit. Gelesene Bücher können bewertet werden. Bürgermeister Mirko Heuer ermunterte bei der Eröffnung zum Mitmachen. „Lesen ist der Schlüssel zu einer Welt voller Fantasie. Beim Lesen entstehen Bilder im Kopf, das ist wichtig und bringt euch im Leben weiter“, sagte er und bekannte sich zudem als Leser der bekannten Drei-Fragezeichen-Titel. Zum Entspannen nach anstrengenden Arbeitstagen sei das für ihn die richtige Lektüre.
„Lesen und Vorlesen ist zu Hause an der Tagesordnung“ sagte Holger Baumert, VGH-Vertriebsleiter. Er begleitete im Namen der VGH-Stiftung die Club-Eröffnung. Als Vater von drei Kindern hat er Erfahrung. Nachdem seine Töchter, nun 13 und 16 Jahre alt, schon seit Jahren nur noch selber lesen, freue er sich, mit seinem achtjährigen Sohn gerade gemeinsame Interessen zu entdecken: Automobil-Fachlektüre und natürlich Fußball. Ebenfalls einen Sohn und zwei Töchter hat Mirko Heuer, im ähnlichen Alter, daher kennt auch er eine Menge Titel, die unter Jugendlichen angesagt sind. Neu entdeckt habe er im Julius-Club allerdings den verstörenden Titel „Ohne Handy bin ich am Arsch“, was ihn zum Innehalten gebracht habe. „Das muss ich wohl mal lesen“, merkte er selbstironisch an. Zu einer bunten Auswahl unter allen Genres griffen die Jugendlichen beim Ausleihen der Bücher. Fantasy, Abenteuer oder Krimis sind gleichermaßen beliebt.
Anca Gratewohl (Gesang) und Marc Scholz (Schlagzeug) sorgten mit live-Musik für Party-Stimmung. Den Titel des ersten Songs „Stand by me“ griff Sabine Kerber, Leiterin der Stadtbibliothek auf: „Das passt gut. Hier gilt Stand-by-Julus-Club“. Noch bis zum 10. August gibt es Spiele und Kreativ-Angebote zu entdecken. Wer möchte, kann in den Julius-Club noch einsteigen. Interessierte melden sich in der Stadtbibliothek zu den bekannten Öffnungszeiten. Wer zwei Bücher gelesen und bewertet hat, erhält das Julius-Diplom und kann an der Abschluss-Veranstaltung teilnehmen.