Ohne Liquiditätskredite

Schuldenstand in der Region

Region. Für Mitte April 2017 meldet die Regionsverwaltung, dass die Liquiditätskredite auf Null stehen - erstmals seit 2003. Regionspräsident Hauke Jagau wertet dies als ein Zeichen für einen finanziell guten Weg: „Wir haben in den vergangenen Jahren konsequent Altdefizite abgebaut – und das, obwohl wir gleichzeitig die Kommunen entlastet und die Hebesätze für die Regionsumlage gesenkt haben.“ Die maximale Kreditermächtigung für kurzfristige Liquiditätskredite standen im Jahr 2011 noch bei 782 Millionen Euro, wurden in dieser Höhe allerdings nicht in Anspruch genommen wurden.
Dass die Region Hannover Liquiditätskredite in unterschiedlicher Höhe benötigt, liegt an den Zahlungsströmen. So wie die Region Hannover selbst Geld auszahlt für ihre Aufgaben, erhält sie auch Geld von Bund, Land und Kommunen. Die durchschnittliche Höhe der aufgenommenen Liquiditätskredite 2016 lag bei 131 Millionen Euro. Für 2017 rechnet die Region mit weiter sinkenden Durchschnittsbeständen. Zum Jahresende wird allerdings ein höherer Bestand als Ende 2016 erwartet. Der Grund: Geld, das die Region für dieses Jahr erhält, ist bereits im vergangenen Jahr geflossen und konnte so die kurzfristigen Kredite senken. Die Aufwendungen, die für die Beträge eingeplant sind, bestehen jedoch weiterhin. „An dem Ziel, die Schulden weiter herunterzufahren, arbeiten wir natürlich weiter. Gleichzeitig ist uns wichtig, die Kommunen an den Verbesserungen teilhaben zu lassen und in dieser niedrigen Zinsphase notwendige Investitionen zu stemmen, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, betont Hauke Jagau. Voraussetzung sei eine weiterhin stabile wirtschaftliche Entwicklung.