Ohne Tribüne nur die Hälfte wert?

Streit um Standard der Kaltenweider Sporthalle

Kaltenweide (ok). „Ohne Sitztribüne ist die neue Sporthalle nur die Hälfte wert“. So die Ansicht von Gerriet Kohls, Vorsitzender der CDU in Kaltenweide. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des TSV KK habe Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr (SPD) gegenüber den Versammlungsteilnehmern aber erklärt, „die Stadt Langenhagen baue in Kaltenweide eine Schulsporthalle“ und „in diese dürfe der TSV KK auch hinein“. Damit verabschiedesich Langrehr jedoch eindeutig von den von ihm mitgetragenen bisherigen Beschlüssen zur Sporthalle - sowohl die des Ortsrates Kaltenweide als auch die des Rates der Stadt Langenhagen. Diese Beschlüsse sähen für die Nutzung der neuen Halle ausdrücklich auch den Vereinssport vor. Aus diesem Grunde seien im Vorfeld ja auch umfangreiche Gespräche des Ortsrates mit den Vereinen und Verbänden in Kaltenweide geführt. Eine Zuschauersitztribüne sei dabei durchgehend vorgesehen. Diese Tribüne ist ein entscheidendes Merkmal, um die Halle für den Vereinssport und viele Sportarten wettkampffähig und attraktiv zu machen. Langrehr kontert: „Eine Schulsporthalle steht primär der Schule zur Verfügung. Nichts anderes ist gemeint, wenn ich sage, dass es sich um eine Schulsporthalle handelt. Ein Vorschlag beinhaltete zunächst eine an die Sportfläche angrenzende Tribüne. Daneben war eine Empore vorhanden, wie Herr Grabowsky sie auch in Sehnde gesehen hat. Auch wenn ich nicht genau informiert bin, welche Planung nun ausgeschrieben ist, weiß ich, dass diese Empore Platz für Zuschauer bietet. Wie ich hörte auch für bis zu 200 Gäste. Wenn ich persönlich vor die Wahl gestellt werden würde, keine Halle oder eine mit Zuschauerplätzen auf einer Empore, dann würde ich ganz sicher die zweite Variante wählen.“
Langrehr betont: „Ich bleibe dabei, dass die alte Halle -wie vom Ortsrat beschlossen-, sofort nach Fertigstellung der neuen Halle abgerissen werden muss.“ Übrigens sei es seinerzeit Bernhard Döhner im Stadtplanungs- und Bauausschuss gewesen, der den Beschluss über den Abriss zunächst einmal verschieben wollte.
Was die Kosten angeht, so hat CDU-Mann Gerriet Kohls recherchiert und ist nach seinen Angaben in Rhauderfehn im Landkreis Leer fündig geworden. Dort werde eine Sporthalle mit den Maßen 22 mal 44 Meter und einer Tribüne von 199 Plätzen gebaut. Eigenanteil des Kreises: Lediglich 114.000 Euro. Kohls: „So habe ich mir das für Kaltenweide vorgestellt – schnell, kostengünstig, funktionell.“