Oldtimer-Charme auf dem Zellerieplatz

Treckerclub gestaltete für Kaltenweide kleines Fest

Kaltenweide (gg). Beeindruckend in war die Ausstellung historischer Trecker auf dem Zellerieplatz, die der Treckerclub für Kaltenweide organisiert hat. Mehr als 40 historische Fahrzeuge strahlten mit Oldtimer-Charme. „Wir freuen uns sehr, eine so große Vielfalt zeigen zu können. Wir haben Trecker der unterschiedlichsten Fabrikate vor Ort. Von A bis Z, von Allgaier bis Zettelmeyer, ist quasi alles dabei.“, erklärt Uwe Bade vom Treckerclub Kaltenweide. Bei der Planung der Präsentation sei deshalb auch zu entscheiden gewesen, nach welchen Kriterien die Fahrzeuge für die Besucher aufgereiht werden. Um alles so übersichtlich wie möglich halten, wurde nach Fabrikaten geordnet und nicht etwa nach der Motorenleistung, was dann doch eher etwas für Kenner sei. Nicht nur die Trecker aus dem Club Kaltenweide waren dabei, sondern auch Trecker aus Schwarmstedt, Hänigsen, Immensen und Isernhagen. Interessierte erfuhren zu jedem Trecker Wissenswertes zur Geschichte. Natürlich machte ein Porsche-Schriftzug auf der Motorhaube neugierig. Immer wieder bildeten sich kleine Gesprächskreise und man erfuhr, dass der bekannte Luxus-Automobilhersteller Porsche in der Vergangenheit auch über sechs Jahre bis 1963 Trecker herstellte. Bedingt durch die kurze Produktionszeit sind die heute noch existierenden Modelle relativ rar. Im Vergleich zur Optik anderer Hersteller fällt die rote Lackierung des Porsche Treckers auf. Ein besonderes Ausstellungsstück war ein 74 Jahre alter Motor der Humboldt Deutzmotorenwerke Köln. Die Sieben-Liter-Maschine mit einem Zylinder wurde von Dieter Holzhausen, der auch die Bockwindmühle in Kaltenweide in Stand hält, schon vor Jahren im privaten Umfeld in Sachsen-Anhalt in desolatem Zustand entdeckt und restauriert. Früher war dieser Motor Teil einer Kolbenmühle und unterstützte den Antrieb über Wasserkraft. Inzwischen ist die Maschine wieder vollständig funktionsfähig und stellt ein Stück Motorengeschichte dar. Einzig der Startvorgang ist noch ein kniffliges Problem, dass in nächster Zeit noch gelöst werden soll. Die 22 Mitglieder des Treckerclubs Kaltenweide freuen sich, dass durch ihre Arbeit immer mehr alte Maschinen erhalten und gezeigt werden können. „Die Präsentation bildet das schön ab und stärkt die Gemeinschaft“, so die Zusammenfassung von Uwe Bade, der seit der Clubgründung 1988 dabei ist. Zu einem bunten Rahmenprogramm gehörten Verkaufsstände mit Kunsthandwerk und Präsentationen. Max Grundey aus Langenhagen zeigte, wie Schafe geschoren werden und Günther Kloxin aus Isernhagen schnitzte Skulpturenaus Holzblöcken mit der Kettensäge. Eine Strohburg und Wasserspiele für Kinder sorgten ebenso für Unterhaltung wie der musikalische Frühschoppen am Sonntag mit dem Young Spirit Orchestra des Schützenvereins Kaltenweide.