Operatives Geschäft bei EDC eingestellt

Insolvenzverwalter verhandelt noch bis März

Langenhagen (gg). „Ein Fünkchen Hoffnung gibt es noch“, sagt Insolvenzverwalter Manuel Sack auf ECHO-Anfrage zur Zukunft des CD-Presswerks EDC (Entertainment Distribution Company) an der Emil-Berliner-Straße. Wie berichtet wird seit Monaten ein Investor gesucht, damit in dem Traditionsbetrieb (früher Polygram) nicht endgültig die Lichter ausgehen. Die Mitarbeiter wurden frühzeitig informiert, gingen aber dennoch zur Durchsetzung ihrer Arbeitnehmerrechte auf die Straße, denn es standen im vergangenen Herbst noch Abfindungsverhandlungen an. Inzwischen ist „das operative Geschäft vollkommen eingestellt“, so die Auskunft von Manuel Sack. Von den 600 Mitarbeitern, die noch im vergangenen Herbst das Werkstor passierten, seien ab März nur noch rund 35 da, die sich um die Veräußerung des Inventars kümmern und die Buchhaltung abschließen. Investoren, die den Betrieb neu aufbauen wollen, gebe es durchaus. „Die Gespräche sind noch nicht eingestellt“, sagt der Insolvenzverwalter zu den Verhandlungen, die noch bis Ende Februar laufen können. Gerüchte zu möglichen Namen will er nicht kommentieren. Überhaupt schädlich sei in den vergangenen Monaten die Indiskretion von zur Verschwiegenheit verpflichteten Beteiligten gewesen. Manuel Sack sagt: „Das führte zum Abspringen möglicher Investoren in laufenden Verhandlungen.“
Seitens des Betriebsrates bestätigt Uwe Rittentrop: "Es gibt Hoffnung, das Geschäft für die kleineren Kunden zu führen. Unser bisheriger Hauptkunde (und Anteilseigner) Universal ist weg."